Harburg - Zum 24. Mal werden Jugendliche in Hamburg am 27. Januar, dem internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, mit dem Bertini-Preis ausgezeichnet. Der Bertini-Preis 2021 wird an insgesamt 73 Jugendliche verliehen, die sich im Rahmen von vier Projekten auf Spurensuche nach vergangenem Unrecht begeben haben und für ein gleichberechtigtes Miteinander eingetreten sind.

 Vier Projekte erhalten dieses Jahr den Bertini-Preis, darunter auch zwei Schulen aus Harburg, das teilte heute der Hamburger Senat mit. „Child Survivor Marione Ingram“ ist ein Begegnungs- und Kooperationsprojekt von Schülern des Friedrich-Ebert-Gymnasiums mit der Holocaust-Überlebenden Marione Ingram. Im Rahmen dieses Projekts entstanden mehrere Theaterszenen und eine kommentierte Schulausgabe des Buchs „Kriegskind – eine jüdische Kindheit in Hamburg".

Ebenfalls ausgezeichnet wurde das Harburger AvH: „Menschsein ist eine Entscheidung – Du hast die Wahl!“ ist ein Theaterprojekt von Schülern des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums, das in exemplarischen Szenen rassistisch motivierte Gewalttaten aus der jüngsten Vergangenheit auf die Bühne bringt.

Aufgrund der Pandemie kann die Preisverleihung erneut nicht am 27. Januar im Ernst Deutsch Theater stattfinden. Neuer Termin ist: Sonntag, 8. Mai 2022 um 12 Uhr. (cb)