Harburg - Das sind mal schlechte Nachrichten für viele Anwohner rund um die Technische Universität. SPD und Grüne wollen in dem Bereich offenbar weiter den Parkraum verknappen und den Anwohnern eine "Mobilitätswende" verordnen. "Das Wohnquartier rund um die TU Hamburg weist sehr gute Bedingungen für autoarmes oder -freies Wohnen auf", heißt es in einem gemeinsamen Antrag der beiden Fraktionen in der Bezirksversammlung.

Viele Parkplätze sind bereits der umstrittenen Fahrradstraße im Bereich Denickestraße zum Opfer gefallen. Jetzt sollen auch in den verbliebenen Bereichen laut Antrag "Vorrang für den Bus-, Rad- und Fußverkehr" oder reservierte Parkplätze für Car-Sharing Angebote geschaffen werden.

Die Anwohner sollen ihre Fahrzeuge auf freien Parkplätzen der Asklepios-Klinik Harburg am Eißendorfer Pferdeweg oder der TU abstellen. "Optimierte Nutzung bisher ungenutzter Parkraumkapazitäten" nennen das SPD und Grüne.

Das dürfte für die betroffenen Anwohner allerdings teuer werden - selbst im Vergleich zur gerade in Hamburg kräftig erhöhten Gebühr für Anwohnerparken auf 65 Euro im Jahr. Aktuell verlangt die Technische Universität für einen Stellplatz in der Tiefgarage eine monatliche Miete von 30 Euro. Das wären für einen Anwohner, der auf das Angebot zurückgreifen muss, 360 Euro zusätzliche Kosten im Jahr. zv