Landkreis - Schnell über die Kreisgrenze fahren und seine Wertstoffe und seinen Müll kostenlos bei einer der Annahmestellen für Wertstoff im Landkreis Harburg abgeben – dagegen geht die Abfallwirtschaft des Landkreises Harburg ab Januar mit verstärkten Berechtigungskontrollen vor. Schilder weisen an den Anlagen auf die Kontrollen hin.

Denn wenn die Freimenge für Grüngut verdoppelt wird, rechnet der Eigenbetrieb des Landkreises verstärkt mit einer Art „Mülltourismus“. Doch die Anlagen – und die Freimengen – sind nur für die Bürger aus dem Landkreis Harburg bestimmt, die sie mit ihren Gebühren bezahlen. „Im Sinne der Gebührengerechtigkeit für unsere Bürger achten wir verstärkt auf Unberechtigte“, kündigt Betriebsleiter Abfallwirtschaft Frank Sameluck an. Schon in der Vergangenheit fielen immer wieder Personen auf, die mit Autos aus anderem Landkreis versuchten, Abfälle auf den Wertstoffannahmestellen im Landkreis Harburg abzugeben.

„Ihren Ausweis bitte“ – das könnten die Anlieferer im neuen Jahr an den Wertstoffannahmestellen deshalb öfter hören. Die Bürger können sich auf Nachfrage entweder mit ihrem Ausweis legitimieren oder ihren Gebührenbescheid als Zeichen ihrer Anlieferungsberechtigung vorlegen. Kleingewerbetreibende aus anderen Landkreisen müssen nachweisen, dass sie eine Baustelle vor Ort im Landkreis betreuen.

„Durch die verstärkten Berechtigungskontrollen möchten wir gewährleisten, dass besonders die Grünabfallfreimenge nur von den Bürgern des Landkreises Harburg genutzt wird und ausreichende Kapazitäten zur Entsorgung von gebührenpflichtigen und sonstigen gebührenfreien Abfällen bereitstehen. Wir hoffen zudem, die Verkehrssituation an den Anlagen dadurch zu entlasten“, sagt Sameluck.  (cb)