Erster Stolperstein in der Gemeinde Seevetal für NS-Euthanasie-Opfer Erna Marie Ahrens verlegt

Hittfeld - An Erna Marie Ahrens erinnert der erste in Seevetal in der Kirchstraße verlegte "Stolperstein". Die 1903 geborene Frau war 1936 wegen einer leichten geistigen Behinderung und psychischen Problemen in die Landes Pflege- und Heilanstalt in Lüneburg eingewiesen worden.

Von dort wurde gemeinsam mit den übrigen Patienten 1943 nach Mühlhausen verlegt. Dort verstarb sie im Februar 1944 angeblich an einer „Lungenentzündung“. Tatsächlich war sie durch systematische Vernachlässigung gestorben. Sie gilt als Opfer der NS-Euthanasie.

Der Künstler Gunter Demnig, der die Idee der das Konzept der Stolpersteine, die an die Opfer der NS-Herrschaft erinnern, erdachte und umsetzt, verlegte den Stolperstein selbst. Der Ort Kirchstraße ist nicht, wie sonst üblich, der Wohnort des Opfers. Erna Marie Ahrens lebte in Jehrden bei Karoxborstel. Das Wohnhaus ist abgerissen. Es gibt dort keine Stelle, wo man ihn hätte verlegen können. Deshalb hatte man sich für den zentralen Ort in Hittfeld entschieden. zv

Gunter Demnig verlegte den Stolperstein in Hittfeld. Foto: Andre Lenthe Fotografie