Eißendorf – Das erinnert doch stark an das alte Rom: In Eißendorf verläuft jetzt an der Denickestraße eine oberirdische Wasserleitung. Mehrere Hundert Meter schlängelt sich die Leitung neben der Straße entlang und überwindet dabei zwischen der Weusthoffstraße und Gazertstraße sogar einige Kreuzungen und Straßen. Schon die Römer versorgten auf diese Weise mit Aquädukten ihre Städte mit Wasser.

Wir haben bei Hamburg Wasser nachgefragt, was es mit dieser Leitung auf sich hat: „In der Denickestraße sanieren wir aktuell ein Abwassersiel, das zum Teil mehr als 100 Jahre alt ist“, sagte Janne Rumpelt, Pressereferentin bei Hamburg Wasser, auf Anfrage von harburg-aktuell.

„Das Siel wird mit einem besonders verkehrsschonenden Verfahren saniert: Über einzelne Schächte wird ein in Polyesterharz getränkter Schlauch, ein sogenannter Schlauchliner eingezogen. Kleinere offene Baugruben sind nur für die Anbindung der Hausanschlussleitung notwendig. Auf diese Weise können wir große Einschränkungen des Verkehrs vermeiden. Der eingezogene Schlauch legt sich an die Sielwände und härtet aus“, erklärt die Expertin.

Außerdem sagte Janne Rumpelt: „Für die Sanierung musste die Abwasserleitung trockengelegt werden. Damit das Abwasser der Haushalte weiterhin entsorgt werden kann, hat HAMBURG WASSER für die Zeit der Bauarbeiten eine oberirdische Ersatzleitung verlegt. Das Abwasser wird mit einer Pumpe in das Ersatzsiel geleitet und zum Klärwerk transportiert.“ Die Baumaßnahme ist im Zeitplan und wird voraussichtlich Anfang Dezember abgeschlossen sein. (cb)

Auch die Weusthoffstraße muss von der oberirdischen Abwasserleitung überquert werden. Foto: Christian Bittcher