Harburg – Beim Tag der Industriekultur am Wasser, der am Sonnabend, 25. September in der Metropolregion Hamburg veranstaltet wird, hat Harburg viel zu bieten.

Industrie braucht Rohstoffe, und die fertigen Produkte gehen in die Welt. Dafür ist der Harburger Binnenhafen ein Jahrhundert lang hochmodern gewesen – zu Wasser (Schiffe), zu Lande (Eisenbahn) und an der Umschlag-Schnittstelle (Krane). All dies ist ab 12 Uhr zwischen Kanalplatz und Lotsekai hautnah erlebbar!
Im einhundertsten Lebensjahr fährt die vereinseigene Barkasse JAN mit Gästen kleine Hafenrundfahrten. Auf den Vereinsflächen liegende Traditionsschiffe haben „open ship“, und bei der Besichtigung wird herzlich gefachsimpelt.

Führungen zu dem Kranen und regelmäßiges Schaukranen am gelben Mulchkran – diesmal in Kooperation mit der IG „Historische Nutzfahrzeuge“, die mit fünf Lastwagen aus den 60er und 70er Jahren zu Besuch ist, zeigen die Landseite des Hafens.

Das Prinzip „Erhalt durch Betrieb“ des Vereins Museumshafen Harburg gilt für Schiffe und Krane gleichermaßen. Nur was jährlichen Prüfungen unterliegt, wird zwangsläufig gewartet und dauerhaft instandgehalten. Ein „nur angemaltes“ Denkmal neigt zum erneuten Verfall. Das MuHaHar-Prinzip macht das besser: So ist für 2021/22 die Vollendung der Kran-Restaurierungen mit öffentlichen Fördergeldern im Plan, und auch die Barkasse steht zur Restaurierung „in den Startlöchern“. Der Verein Museumshafen Harburg e.V. wurde 2013 gegründet, gehört also zu den jüngsten Vereinen der deutschen Museumshafen-Szene.

Das Programm:
Um 12 Uhr geht es los, auch mit Sackkarren-Führerscheinparcours, Knotenbank, Gastronomie und vielen historischen und aktuellen Infos rund um die Schiffe, den Hafen, die Waggons und die Krane.

15 Uhr auf dem Kümo HILLE: „Wo die großen Dampfer schlafen“: Texte und Musik zum 100. Geburtstag von Wolfgang Borchert mit Stefan Möller-Titel und Jochen Klüßendorf.

17 Uhr auf der HILLE ein Vortrag von Achim Quaas: „Maritime Kultur – Ein besonderes Potenzial für Harburg: Die Entwicklung von Museumshäfen und Hafenmuseen“.

19.30 Uhr: „Die Pamir“, ein deutsch-schwedischer Dokumentarfilm von 1959 in s/w von Heinrich Klemme über das Leben an Bord des 1957 gesunkenen Großseglers (bei Regenwetter auf der HILLE). Weitere Infos unter www.muhahar.de