Gut Moor – Auch der zweite Blindgänger am Großmoordamm ist erfolgreich entschärft worden. Um 19.30 Uhr war 1000 Pfund schwere amerikanische Fliegerbombe vom Sprengmeister entschärft worden. Wie beim ersten Mal war es auch heute wieder Burkhard Mantsch, der die Bombe unschädlich machte.
Die Entschärfung konnte erst eine Stunde später als geplant, gegen 19 Uhr beginnen, weil noch Anwohner evakuiert werden mussten, die im Umkreis von 300 Meter in ihren Häusern waren.

Dann ging es schnell: Nicht einmal eine Stunde benötigte Burkhard Mantsch für die Entshärfung. Die Bombe war durch den moorigen und sauerstoffarmen Boden excellent erhalten. Sogar das Herstellungsdatum war noch gut zu erkennen: Oktober 1944. Außerdem hat dieser Typ Bomben nur einen Zünder.

In einem Sperrkreis von 1000 Metern durften keine Fahrzeuge mehr fahren. Betroffen war auch der Bahnverkehr mit Fernzügen und Metronom. Betroffen war auch die Feuerwehr-Wache: Die musste in die neue Wache an der Seehafenbrücke umziehen, weil sie im Sperrradius lag.

In dem Areal am Großmoordamm werden noch weitere Weltkriegs-Bomben vermutet, nach denen jetzt gezielt gesucht wird. (zv/cb)

Der Großmoordamm wurde vor der Entschärfung weiträumig gesperrt. Foto: André Zand-Vakili