Abrigado

Harburg - Der Antrag der CDU verrät, dass man nicht glücklich mit den Plänen zur Verlegung der Betreuungseinrichtung für Drogensüchtige, dem Abrigado, ist. Die Einrichtung, die seit Jahren aus allen Nähten platzt und längst nicht mehr, wie ursprünglich geplant, sich nur um die regionale Drogenszene kümmert, soll mehr Platz bekommen.

Dazu soll es einen Umzug auf das Grundstück geben, auf dem jetzt die Harburger Tafel am Fuß des Schwarzenbergs ihren Standort hat. In einem Neubau sollen alle Platz finden. Dazu sind noch Sozialwohnungen geplant, die für ein besonders schwieriges Klientel bereitgestellt werden sollen.

In der Praxis wird das bedeuten, dass unter anderem von Altersarmut betroffene Senioren und ein eher jüngeres, aber vom Drogenkonsum gezeichnet und geprägtes internationales Publikum sich mixen. Die CDU hält das für unglücklich und nicht zielführend.

Deshalb will man durch 23 Fragen an die Verwaltung die genaueren Pläne und Vorstellungen der Verwaltung und der Fachbehörde klären.

"Wir halten den Plan in der bisher kommunizierten Form für einen Schildbürgerstreich", sagt CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer. Zumal nach seiner Aussage erst jetzt geplant sei, eine Machbarkeitsstudie zu dem gewagten Konzept erstellen zu lassen. "Dabei sind die Pläne und Ankündigungen schon ziemlich weit und konkret", so Fischer. "Da hätte man gedacht, dass man vorher prüft, ob das überhaupt machbar ist."

Dazu ist für ihr das Problem mit der Baustelle ungeklärt. "Die Bauzeit soll ja um die zwei Jahre betragen", so Fischer. "Für mich ist nicht klar, wo und wie die Tafel in dieser Zeit arbeiten soll." zv