Fahrradstraße

Heimfeld - Die Fahrradstraße im Bereich Denickestraße ist eines der Prestigeprojekte der rot-grünen Verkehrspolitik. Das Ergebnis ist ernüchternd. Die Fahrbahn sieht aus wie ein Flickenteppich. Es gibt Löcher und Rillen in der Fahrbahn.

Was Anlieger für eine Murks-Straße halten, sieht der Bezirk als gute Lösung bei gleichzeitig verantwortungsvollem Umgang mit Steuergeld.

"Der Zustand der Straße Denickestraße zwischen der TUHH und der Thörlstraße war zum Zeitpunkt der Straßenplanung sowie des Straßenbaus ausreichend gut, um sich gegen eine grundhafte Erneuerung der Fahrbahn zu entscheiden", so Dennis Imhäuser, Sprecher des Bezirksamtes.

Zudem hatte man sich einen Straßenabschnitt ausgesucht, der es unter sich hat. Unter dem Asphalt befindet sich noch Kopfsteinpflaster. "Aus diesem Grund hat sich die Tiefbauabteilung des Bezirksamtes dafür entschlossen, ein Verfahren aus der Straßenunterhaltung anzuwenden. In diesem Verfahren werden Risse, Schlaglöcher und andere Unebenheiten mit einer speziellen Gussasphaltmixtur abgezogen und somit verfüllt und versiegelt", so Imhäuser.

So wurden Gussasphaltbahnen mit einer Überlappung auf die Straße aufgetragen, deren Ende sich noch abruden sollen. "Im Ergebnis kann eine längere Lebensdauer der Straße ermöglichen werden. Ein weiterer Vorteil des Materials ist die Minderung der Fahrzeuggeräusche, sowohl die Abroll- als auch die Motorgeräusche werden von der Gussasphaltmixtur besser gebrochen. Das Verfahren spart somit nicht nur Steuergelder, sondern bietet weitere Vorteile, wie beispielsweise das die Straßen bereits nach wenigen Minuten nach dem aufbringen der Gussasphaltmixtur wieder befahrbar sind", so der Bezirksamtssprecher.

Anwohner hatten sich wegen dem "Flickenteppich" auch an das Bezirksamt gewandt und eine, nach ihren Angaben aus der Fachabteilung, ebenfalls interessante Antwort bekommen. Danach sei bei der Denickestraße ein neues Verfahren angewandt worden, für das es noch keine speziellen Maschinen gebe. Die Buckel in der Fahrbahn sollen sich "noch setzen". zv

Dicke Furchen in der neu aufgetragenen Fahrbahndecke. Foto: André Zand-Vakili


Teilweise sieht die Fahrbahn bereits aus wie abgenutzt. Foto: André Zand-Vakili