Harburg - Gestatten, "Rio", Harburgs Altstadt-Papagei. Bequem hat er sich auf einer Palme vor dem "Oktober" an der Kleinen Gasse bequem gemacht. Das Fachwerkhaus im Hintergrund verrät, dass es Harburg ist.

"Er ist uns zugeflogen", sagt eine Mitarbeiterin. Nachdem "Rio" einige Tage dort war, wurde ihm ein Vogelhaus gebaut, in das er eingezogen ist. So lebt und fliegt schon einige Zeit in der Harburger Altstadt.

"Rio" dürfte ein Halsbandsittich sein, eine besonders verbreitete Papageienart, die eigentlich südlich der Sahara in Afrika und in Asien lebt.

In Harburg fühlt sich "Rio" offensichtlich auch wohl. Tatsächlich gibt es bereits große Populationen in Europa, vorzugsweise in den südlichen Staaten. Entstanden sind sie aus ausgesetzten oder ausgebüchsten Tieren.

Aber auch in Deutschland sind Halbandsittiche mittlerweile heimisch geworden. Seit 1967 leben sie in Köln. Aber auch in Düsseldorf oder Frankfurt am Main.

Im Norden sind sie selten. Es ist ja auch ein Tick kühler als südlich der Sahara. Den Winter überstehen die Tiere in Deutschland in den Städten, weil es dort zu der Jahreszeit wärmer als in der Umgebung ist. zv