Harburg – Erfolgreiche Pflanzaktion im Harburger Binnenhafen: Die Nachbarschaftsinitiative „Wildes Wäldchen“ lud am Donnerstagnachmittag Nachbarn und Freunde zu einer weiteren Aktion ein, um eine der letzten Grünflächen im Binnenhafen zu erhalten. Rund 20 freiwillige Helfer packten mit an und haben fünf große Hochbeete mit Insekten freundlichen und essbaren Pflanzen wie Walderdbeeren bepflanzt. Bei der Auswahl der Pflanzen für die Beete stand die Arbeitsgruppe Süd des Nabu beratend zur Seite.

Bei unerwartet gutem Wetter griffen die Helfer zu Schubkarre und Schaufel, um die von Obstbauer Manfred Brand zur Verfügung gestellten fünf großen Apfelkisten in Hochbeete umzubauen. Fünf Kubikmeter Pflanzenerde und Folie wurden von der Gartenbaufirma Strube & Kaden zur Verfügung gestellt,  Unterlegplatten steuerte J. & H. Burmeister dazu.

Das   „Wilde   Wäldchen“  am Kanalplatz ist für viele eine der „Kostbarkeiten“ des Harburger Binnenhafens.  Auf dem mehr als 2000 Quadratmeter großen Gelände steht ein alter Röhrenbunker aus dem Zweiten Weltkrieg, der mittlerweile von einem wilden Baumbestand bewachsen ist. „Die Freifläche am Kanalplatz ist ein wichtiges Biotop, ein Platz für Spaziergänger und „Sehleute“ sowie ein wilder Kinder-Spielort im Quartier ist“, sagt Ursula Herbst von der Nachbarschaftsinitiative.

Nach zweieinhalb Stunden Arbeit war es vollbracht: Die fünf Hochbeete standen an den richtigen Stellen, waren mit Folie und Erde bestückt und fertig bepflanzt. Die Patenschaften für die Beete haben Anwohner übernommen, die sich darum kümmern werden. Soviel ist sicher: Das war bestimmt nicht die letzte Aktion im Wilden Wäldchen. (cb)