Abrigado

Harburg - Die Drogeneinrichtung Abrigado zieht um und wird deutlich vergrößert. Neuer Standort wird der Helmsweg. Dort soll ein Neubau entstehen, in dem auch die Tafel Harburg e.V. untergebracht wird und Wohnungen für Fördern & Wohnen entstehen. Im Gespräch sind 30 bis 50 Mikro-Appartements. Konkretere Pläne gibt es noch nicht.

Ursprünglich als Hilfseinrichtung für Süchtige aus Hamburger Süden geplant und auf 80 Abhängige eingestellt, hatte sich das Abrigado in den vergangenen Jahren zu einer überregionalen Anlaufstelle für Drogenabhängige entwickelt, die täglich von etwa 250 Personen genutzt wurde. Gleichzeitig etablierte sich im Umfeld eine Dealerszene und ein Kriminalitätsschwerpunkt.

Frank Richter, Fraktionsvorsitzender der SPD und Bianca Blomenkamp, sein Gegenstück bei den Grünen, "freuen sich" über den geplanten Neubau. „Schon im Oktober 2018 hatten unsere beiden Fraktionen gemeinsam mit der LINKEN-Fraktion auf den enorm gestiegenen Bedarf des Abrigados hingewiesen und wir hatten uns für eine Erweiterung eingesetzt", so Richter.

"Es ist gut, dass das Abrigado vom Schwarzenberg weg kommt", sagt Rainer Bliefernicht von der CDU. "Schlecht wäre es, wenn der Sogeffekt noch einmal verstärkt und Harburg noch mehr Zentrum für Drogentourismus werden würde." zv