Harburg - André Trepoll, Bürgerschaftsabgeordneter der CDU im Hamburger Rathaus, macht sich sorgen um das Bildungsniveau der Schüler im Bezirk Harburg. "Verließen 2016 noch knappe sechs Prozent der Harburger ihre Schulen ohne Abschluss, waren es vier Jahre später schon an die acht Prozent", so Trepoll.

Gleichzeitig würden immer weniger Harburger ihr Abitur machen. "Schaffte die Hochschulreife 2015/16 noch jeder zweite Harburger Schüler, sank auch dieser Anteil in den letzten Jahren weiter ab", so Trepoll. Letztes Jahr lag der Anteil der Abiturienten bei knapp 48 Prozent.

In Zahlen sieht das so aus: 129 Schüler verließen im vergangenen ohne jeglichen Abschluss die Schule. 335 gingen mit einem einfachen oder erweiterten Hauptschulabschluss ab. 344 schafften die mittlere Reife, 65 den schulischen Teil des Fachabiturs und 798 das Abitur.

Trepoll macht den senat für die Entwicklung verantwortlich. Er glaubt, dass zu wenig für Schüler im Süden Hamburgs getan wird. "Die Klassen an Harburgs schulen werden in quasi allen Klassenstufen immer größer", so Trepoll.  "In drei der zehn ersten Klassenstufen sitzen heut durchschnittlich mehr Schüler als 2015/16. Reagieren musste der rot-grüne Senat alleine in den letzten zwei Jahren mit fast 30 Containern, die in Harburg fortan volle Klassenräume entlasten."

Zwar sollen bis 2030 sieben neue Schulen im Bezirk entstehen. Aber auch hier hat Trepoll Kritik: "Genaue Pläne, auch zur Finanzierung, existieren allerdings noch nicht." zv