Kommentar - Ich habe ihn gespürt, den Hauch der großen Politik, der gerade durch das Harburger Rathaus weht. Es sind Perlen der Bezirkspolitik.

SPD und Grüne wollen ein schwerwiegendes Problem lösen. Der Harburger Bürgerpreis soll nicht mehr Bürgerpreis heißen. Er ist nicht mehr zeitgemäß. Also nicht der Preis - aber der Name. Es geht um die Geschlechtergerechtigkeit. Da brennen die Nägel. Deshalb ist es natürlich etwas, was per "Dringlichkeitsantrag" geregelt werden muss. Da hoffe ich doch, dass die Koalierenden sich mit den anderen Politikirenden als gute Gendierende herausstellen, die vielleicht Lösung*innen finden die auch den nichtbinären Geschlechtsidentitäten und sowohl den in den letzten Jahren und Jahrzehnten Migratierenden wie auch den Indigen*innen gerecht werden.

Nicht weniger ins Zeug legt sich die CDU, wenn auch auf einem anderen Feld. Es geht um die "Toilettenlandschaft". In christlich-konservativ geprägten Kreisen macht man sich gerade große Sorgen darum, dass, ich möchte es mal unfein ausdrücken, zu viele Spaziergänger illegal "in den Wald scheißen", weil Harburg viel Grün, aber wenig Lokusse im Wald und auf der Heide hat. So ist viel zu oft die Länge des Spaziergangs vom Blasendruck abhängig. Das kann, nein das darf nicht sein. Jetzt soll die Verwaltung Standorte für Lokusse lokalisieren.

Einfach herrlich.

André Zand-Vakili

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