Landkreis – Aus den Wäldern im Süden von Hamburg gibt es gute Nachrichten: Die Population der Waldvögel nimmt zu. Obwohl häufig

über den globalen Rückgang der Artenvielfalt gesprochen wird, sehen die Niedersächsischen Landesforsten hinsichtlich der Waldvogelpopulationen einen gegenläufigen Trend im Landeswald.

Ein langfristig angelegter Waldvogel Monitoring im Forstamt Sellhorn, das auch den Naturraum Harburger Berge bewirtschaftet, liefert erste Erkenntnisse. Die Ergebnisse weisen eine kontinuierliche Zunahme von Brutrevieren auf.

Insgesamt wurden 38 verschiedene Waldvogelarten in den Revieren erfasst. Oliver Richter, Förster für Waldökologie und Naturschutz im Forstamt Sellhorn betont: „In den alten Laubwäldern findet sich eine größere Artenzahl und mit 230 bis 300 Brutvogelrevieren auch eine höhere Individuen-Dichte. Dadurch zeigt sich einmal mehr, wie wichtig unsere Altholzbestände für die Artenvielfalt sind.“

Besonders die milderen Winter der letzten Jahre zeigen eine deutliche Bestandszunahme bei Arten der nicht samenfressenden Jahresvögel. Hervorzuheben ist der Zaunkönig und das Rotkehlchen, die im Forstamt Sellhorn eine deutlichere Bestandserholung aufweisen als im landes- und bundesweiten Vergleich. (cb)