Harburg – Markthändlerin Anuschka Blockhaus ist nicht nur bekannt für ihre leckeren Fisch-Spezialitäten und den frisch filetierten

Matjes. Sie hat auch ein großes Herz und sammelt gemeinsam mit ihren Kunden auf dem Harburger Wochenmarkt Geld für benachteiligte Kinder.

Die Spenden der Kunden, das Geld für die Plastiktüten und Trinkgelder der Mitarbeiter füllten schon mehrfach die Spendendose. Unter anderem hat sie wie berichtet das Löwenhaus im Phoenix-Viertel und den Kinderteller in Neuwiedenthal unterstützt.

Ab sofort steht eine neue Spendendose auf dem Tresen ihres Fischspezialitäten-Standes: Mit Hilfe der Kunden wird Anuschka Blockhaus (kleines Foto) die neue Arche im Phoenix-Viertel  unterstützen. Im August vorigen Jahres eröffnete die Arche nach Jenfeld und Billstedt in den Räumen der Christuskirche in der Maretstraße ihren mittlerweile dritten Standort in Hamburg.

Am Donnerstag brachte Angela Krull, die Leiterin der Harburger Arche, die Spendenbox aus Plexiglas persönlich bei Anuschka Blockhaus vorbei. Und sofort warfen die ersten Kunden Geld in die durchsichtige Sammeldose, die die Form eines Hauses hat. „Es ist ganz toll, dass wir von Anuschka Blockhaus diese großartige Unterstützung bekommen“, sagte Angela Krull gegenüber harburg-aktuell.

Die Arche christliches Kinder- und Jugendwerk ist ein Angebot der offenen Kinder- und Jugendarbeit für Kinder und Jugendliche und deren Familien, die in Brennpunkten leben. „Viele dieser Kinder kommen aus sozial schwachen Familien und sind von Armut und teilweise auch von Verwahrlosung bedroht. Auslöser in Jenfeld war der Tod der siebenjährigen Jessica, die im März 2005 in der Wohnung der Eltern verhungerte. Der Pastor, der das Mädchen beerdigte, initiierte die Arche im Stadtteil“, sagt Angela Krull.
 
Das Ziel ist es, Kinder und Jugendliche über einen langen Zeitraum mit verlässlichen Erwachsenen auf Basis christlicher Werte zu begleiten, damit aus ihnen stabile Erwachsene werden, die echte Perspektiven für ihr Leben sehen und sich wiederum in die Gesellschaft einbringen. In die Archen kommen Kinder aus sozial benachteiligten Familien wovon ein hoher Anteil einen Migrations- oder sogar Fluchthintergrund hat.
 
Zu den Angeboten der Arche zählen ein kostenfreies Mittag- oder Abendessen, Hausaufgabenhilfe und Nachhilfe, Angebote der Berufsorientierung für Jugendliche, Sport- und Musik-Förderangebote wie etwa Fußball, eine Radfahrschule, Schwimmkurs, Instrumentalunterricht, Kinderchor, Theater und Tanzworkshops und andere kreative Workshops. Derzeit läuft das Ferienprogramm, allerdings wegen Corona auf Sparflamme, denn das Feriencamp in Mölln musste ausfallen.

„Der große Zulauf an Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren zeigt, das es eine Richtige Entscheidung war, nach Harburg zu kommen“, sagt Angela Krull. Bis zu 100 Kinder kommen regelmäßig in die Arche. Allerdings ist die Betreuung derzeit wegen Corona eingeschränkt und nur in Kleingruppen oder im Outdoor-Bereich möglich – obwohl gerade in dieser Zeit der Bedarf besonders groß ist.  (cb)