Harburg –  Normalerweise lauert im Göhlbachtal – wie auf vielen anderen Straßen auch - auf  viele Frösche der Tod: Bei ihrem Weg

aus den Grünanlagen zum Laichen im Lohmühlenteich wurden viele der Amphibien überfahren oder schafften es einfach nicht, den Kantstein zum rettenden Bürgersteig zu überwinden. Doch seit vorigem Jahr gibt es einen Amphibienzaun, den der NABU mit ehrenamtlichen Helfern aufbaut, und der vielen Molche, Kröten und Frösche hilft, sicher ins Laichgebiet zu kommen.

Pünktlich zur bevorstehenden Amphibienwanderung wurde der Zaun auf der Wiese an der Grünanlage Mergellstraße/Göhlbachtal aufgestellt. Neben den NABU-Mitgliedern halfen auch zehn Anwohner und einige Kinder beim Aufstellen des rund 250 Meter langen Zaunes mit. Alle fünf bis acht Meter wurden Eimer am Zaun (kleines Foto) eingebuddelt, in denen die Amphibien gesammelt werden. Ein Stock in den Eimern hilft Mäusen, Käfern und anderem Getier, das versehentlich hinein gefallen ist, aus den Eimern zu klettern.

"Zweimal am Tag – morgens und abends - werden die Eimer von ehrenamtlichen Helfern geleert und die Frösche in Wanderrichtung auf die andere Straßenseite gebracht“,
erklärt Projektleiter Günter Lach aus dem Leitungsteam der Gruppe Süd. Dabei ist es wichtig, die Erdkröten und Grasfrösche auf der anderen Seite in ihrer Wanderrichtung abzusetzen, denn sie kehren zum Laichen immer wieder an den Ort zurück, wo sie selbst geschlüpft sind. Um Anwohner und Spaziergänger über das Vorhaben zu informieren, wurden mehrere Hinweistafeln (kleines Foto) aufgetell.

Der Zaun wird etwa einen Monat lang dort stehen bleiben. Im vorigen Jahr wurden am Zaun rund 350 Amphibien eingesammelt und sicher in ihr Laichgebiet gebracht.  (cb)

Der Amphibienzaun im Göhlbachtal bleibt bis Ende März stehen. Foto: Christian Bittcher