Harburg – „Brr, ist das kalt!“ Die Temperaturen in Harburg Stadt und Land sind im Keller – und das wird auch noch einige Tage so bleiben. Seit einigen

Tagen herrscht Dauerfrost. Und es soll sogar noch kälter werden. Wir müssen uns auf Temperaturen von bis zu minus 12 Grad einstellen.

Da sind die Menschen, die den ganzen Tag draußen sein müssen, derzeit wirklich nicht zu beneiden. Beispiel: Die Markthändler vom Harburger Wochenmarkt. Täglich stehen sie mit ihren Ständen auf dem Sand, um uns mit frischen Waren aus der Region zu versorgen. Wir haben mal nachgefragt: „Wie halten Sie sich warm?“

Anuschka Blockhaus, Chefin von Blockhaus Salate, schwört auf Skiunterwäsche, Skihose mit Hosenträgern und warmer Weste. Ihren Marktwagen heizt sie mit einem Katalytofen. Wichtig ist vor allem, dass die Salate nicht zu kalt werden.  „Das ist jetzt aber noch nicht so schlimm mit der Temperatur. Wir haben es schon viel kälter erlebt“, sagt die Markthändlerin gegenüber harburg-aktuell. Bei noch mehr Kälte werden die Seitenklappen des Wagens heruntergeklappt und zusätzlich warmes Rotlicht aufgestellt.

Viele Markthändler, die keinen Wagen haben, haben ihren Stand bereits mit Zeltplanen an den vier Seiten vor der Kälte geschützt. Wie etwa Obsthändlerin Ingrid Holst: „Das Obst kann zwar leichten Frost ab, trotzdem achten wir genau darauf, das es nicht zu kalt wird. Gemüse ist allerdings empfindlicher als Obst.“ Deshalb gehört für sie nicht nur warme Kleidung von der Skiunterwäsche bis zur kuscheligen Jacke, sondern auch eine Gasheizung in diesen Tagen dazu.

Dirk Feindt
vom Obsthof Feindt schwört auf seine warmen Schuhe – und natürlich auf seine Bergsteiger-Bekleidung. Auch er hat seinen Stand mit einem Planen-Zelt aufgerüstet. „Wichtig ist es für die Äpfel, das die Temperatur nicht unter drei bis vier Grad-Marke fällt. Derzeit habe ich im Zelt sieben Grad“, sagte Dirk Feindt, der immer seine beiden Thermometer im Blick hat, um die Temperatur zu kontrollieren. Wenn es noch kälter werden sollte, wird er einen zweiten Heizstrahler anschließen.

Auch den Kunden macht die Kälte derzeit noch nichts aus, der Wochenmarkt war am Donnerstag gut besucht. Vor einigen Ständen gab es sogar lange Schlangen: „Wenn man sich vernünftig warm anzieht, dann macht der Marktbummel auch bei diesen Temperaturen Spaß“, sagt der 74-jährige Sönke Hansen aus Harburg (kleines Foto).

Dirk Feindt muss auf die Temperatur achten, denn für die Äpfel darf es im beheizten Zelt nicht kälter als 3-4 Grad sein. Foto: Christian Bittcher

Gut geschützt: Das Zelt von Obsthändlerin Ingrid Holst Foto: Christian Bittcher