Buchholz – Jubel beim Sportverein Blau-Weiss Buchholz: Der Sportverein im Landkreis Harburg ist Gewinner des diesjährigen von der Hamburger Alexander-Otto-Sportstiftung ausgelobten Werner-Otto-Preises im Hamburger Behindertensport. Ausgezeichnet wurde der Verein für sein umfassendes Sportangebot für Menschen mit Behinderung. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 15.000 Euro verbunden.

Anerkennungen verbunden mit Preisgeldern von jeweils 5.000 Euro erhielten der Bramfelder SV, der Downlaufen e. V. und die Norderstedter Werkstätten. Die Auswahl erfolgte durch eine Jury, der unter anderem die Paralympic-Siegerinnen Edina Müller und Dorothee Vieth angehörten.

Bedingt durch die Corona-Pandemie fand die Preisverleihung in diesem Jahr im Rahmen einer Videokonferenz statt. Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Werner-Otto-Preis wird seit 2011 durch die Alexander-Otto-Sportstiftung vergeben. Preiswürdig sind Projekte im Behindertensport in Hamburg und der Metropolregion, die zur Inklusion und Förderung behinderter Menschen im Sport beitragen.

Seit 2004 lädt Blau-Weiss Buchholz Menschen mit und ohne Behinderung ein, aktiv Sport zu treiben. 2006 wurde ein neues Sportzentrum auf einer 25.000 Quadratmeter großen Fläche errichtet, das innen und außen barrierefrei gestaltet ist. Auf 6.300 Quadratmetern entstand eine neuartige Freizeit-Anlage mit Sport- und Spielgeräten, die speziell auf Inklusion ausgerichtet ist.

Alle Sport- und Bewegungsmöglichkeiten können ohne Vereinszugehörigkeit und die Außenanlage zudem gebührenfrei genutzt werden. Blau-Weiss Buchholz zählt inzwischen insgesamt rund 6.000 Mitglieder, wovon 128 geistige oder körperliche Behinderungen aufweisen.

Die Sportangebote für Menschen mit Behinderung umfassen Rollstuhlbreitensport für Kinder und Erwachsene, Rollstuhlbasketball, davon ein Team im Ligabetrieb, Kegeln, Klettern und die Teilnahme am Buchholzer Stadtrundlauf. Geplant ist zudem, einen der fünf Tennisplätze rollstuhlgerecht umzugestalten, um Rollstuhlfahrern Tennis zu ermöglichen, und einen Parcourplatz für Rollstuhlfahrer zu errichten, um Mobilitätstrainings anzubieten, bei denen hinderliche Alltagssituationen simuliert werden.  (cb)