Harburg – Kalte Luft aus Skandinavien und deutlich wärmere und feuchte Luft auf dem Süden treffen über Norddeutschland zusammen: Die Wetterlage an diesem Wochenende ist spannend wie

selten zuvor. Wir haben den Meteorologen Frank Böttcher nach seiner Einschätzung für Harburg Stadt und Land gefragt. „Es wird vor allem im südlichen Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Hessen lang anhaltende Niederschläge geben. Es kommt dort zu kräftigen Schneefällen“, sagt Meteorologe Frank Böttcher. Er betont aber, dass mit keiner Katastrophenlage wie im Winter 1978/1979 zu rechnen ist.

„Harburg und der Landkreis bleiben ebenso wie Hamburg weniger stark betroffen“, so Böttcher. Böttcher: „Harburg liegt genau auf der Grenze. Noch ist je nach Vorhersagemodell am Wochenende zwischen 0 und 15 Zentimeter Schnee alles möglich.“

Vor allem aber kommt die Kälte zurück. „Für Harburg stehen am Wochenende die ersten Dauerfrosttage seit zwei Jahren an. Die Tagestemperaturen gehen auf -3 bis -6 Grad zurück. Nachts wird es mit -10 Grad richtig eisig“, betont Frank Böttcher. Besonders der Sonntagnachmittag werde mit -8 Grad, die sich allerdings wegen des kräftigen Windes kälter anfühlen, eisig. Zu Wochenbeginn fällt ab und zu etwas Schnee. Zudem wird es aber auch Abschnitte mit kristallblauem Himmel in klirrend kalter Luft geben.

Der Hamburger Winterdienst hat sich bereits auf die nächsten Tage vorbereitet: Mehr Personal, schon angebaute Schneepflüge, volle Streulager, Rufbereitschaften bis zum Montag und eine Ausweitung der Stadtreinigungs-App für das Melden von glatten Stellen: Die Stadtreinigung Hamburg (SRH) ist für die nächsten Wintertage gut aufgestellt.

"Wir haben viele Anstrengungen unternommen, um den Winterdienst auch mit den prognostizierten Wetterlagen gut und sicher leisten zu können", so der SRH-Geschäftsführer Professor Dr. Rüdiger Siechau. "So werden wir beispielsweise das Netz von Radwegen, dass wir im Winterdienst sichern, verstärkt auch manuell bearbeiten. Bis zu 150 unserer Mitarbeiter sind zusätzlich im Winterdienst, um solche Sonderaufgaben zu leisten. Aber auch die Hamburger sind gefragt, wenn es um den Gehweg vor ihrer Haustür geht: Nur gemeinsam machen wir Hamburg sicher."  (cb)