Harburg - Wenn es um den Verkauf von Alkohol oder Tabak an Minderjährige geht,

ehmen es viele Kioskbetreiber im Bezirk Harburg nicht so genau. Das lässt die Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der CDU vermuten.

So wurde seit 2014 wurde im Bezirk Harburg sogenannte "Testkäufe" durchgeführt. Die Ergebnisse sind in jedem Jahr alarmierend gewesen. So wurden 2014 vier Verstöße bei fünf Testkäufen, 2015 wurden fünf Verstöße bei fünf Testkäufen, 2016 drei Verstöße bei sechs Testkäufen und 2020 drei Verstöße bei vier Testkäufen festgestellt.

Drei Jahre, von 2017 bis 2019, wurde von der Behörde keine solche Testkäufe veranlasst. Personalprobleme und wichtigere Aufgaben hätten dafür keine Zeit gelassen.

"Das ist nicht hinnehmbar", meint CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer. "Die Zahlen zeigen, dass wir hier ganz offenbar dauerhaft ein  Problem haben. Da muss die Verwaltung adäquat reagieren. Es geht hier um die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes. Hier muss mehr getan werden."

Dafür, so ließ die Verwaltung auch wissen, gibt es keine gesonderte Stelle. Jugendschutz in der Form werden vor allem von den sieben Lebensmittel- und Gewerbekontrolleuren als "Nebenaufgabe" mit abgearbeitet. zv