Vahrendorf – Spektakuläres Schauspiel in Vahrendorf: Am Sonntag rollte ein ganzes Haus durch den Ort vor den Toren

Harburgs. Dafür wurde das Dorf nicht nur für den Durchgangsverkehr gesperrt - Die Ehestorfer Straße, die letzte Etappe des Transports wurde mit Straßenplatten verstärkt. Hintergrund der Transport-Aktion: Das neue Flüchtlingssiedlungshaus kam ins Freilichtmuseum am Kiekeberg.

Wegen Corona wurde die ganze Sache eigentlich geheim gehalten, damit der Transport nicht zur Attraktion für Ausflügler wird. Trotzdem verfolgten viele Schaulustige am Straßenrand die Aktion. Für das letzte Stück wurde das Haus, das 1955 gebaut wurde und ursprünglich im gut 30 Kilometer entfernten Tostedt stand, am Sonntagmorgen vom Schwertransporter auf einen Selbstfahrer umgeladen. Inklusive Dekra-Prüfung dauerte das allein rund drei Stunden. Bereits am Mittwoch begann die Verladung des Hauses in Tostedt.

Dann setzte sich der Selbstfahrer in Bewegung. Abgeschirmt von Museums-Mitarbeitern und Polizisten ging es im Schneckentempo über die Ehestorfer Straße in Richtung Kiekeberg-Museum. Erst am späten Nachmittag erreichte der Transport sein Ziel: Die Königsberger Straße im Museum, wo das Haus auf den vorbereiteten neuen Keller abgesetzt wurde.

Der Wiederaufbau des Hauses, das zum Projekt "Königsberger Straße. Heimat der jungen Bundesrepublik" gehören wird, wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen: Nach umfangreichen Restaurierungs- und Einrichtungsarbeiten wird es voraussichtlich im Frühjahr 2023 eröffnet. (cb)

Milimeterarbeit: Der Spezial-Transport biegt von der Ehestorfer Straße in die Museum-Einfahrt ein. Foto: Christian Bittcher

Endlich am Ziel: Um 18.30 Uhr erreichte der Transport den vorbereiteten Keller für das Haus. Foto: FLMK