Harburg – Innerhalb von nur wenigen Tagen hat es in Harburg zwei Wasserrohr-Brüche gegeben. Am Frankenberg und am Außenmühlendamm

mussten die Straßen wie berichtet am Sonnabend beziehungsweise am Mittwoch für den Verkehr gesperrt werden.

In beiden Fällen müssen die Straßen längere Zeit gesperrt bleiben, weil die Straßen unterspült wurden. Wir haben bei Hamburg Wasser nachgefragt, ob die Arbeiten im Zeitplan liegen und wann wieder mit einer Freigabe der beiden Straßen zu rechnen ist.

„Die Arbeiten Am Frankenberg laufen planmäßig. Am Montag beginnen die Asphaltarbeiten und am Ende der Woche werden wir die Straße freigeben“, sagte Janne Rumpelt, Pressereferentin bei Hamburg Wasser. Voraussichtlich wird die Straße am Freitag, 20. November, wieder freigegeben.

„Der Rohrbruch im Außenmühlendamm ist am 11. November aufgetreten. Er wurde noch am selben Tag behoben. Auch hier wurde die Straße großflächig unterspült, so dass eine Vollsperrung auf Höhe des Vinzenzwegs eingerichtet werden musste. Am Donnertag wurde mit der Aufstemmung des Asphalts begonnen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis zum Mittwoch, 25. November, an", sagt Janne Rumpelt.

Die Ursachen für die beiden Brüche sind indes nicht bekannt. Janne Rumpelt:Bei Rohrbrüchen kann man die genaue Ursache in der Regel nicht ausmachen. In den meisten Fällen ist es eine Kombination unterschiedlicher Faktoren. Dazu zählen Materialermüdung oder Bewegungen im Boden, die beispielsweise durch Verkehr oder die Witterung entstehen.“

Im ersten Moment mag es so erscheinen, das zwei Wasserrohrbrüche innerhalb einer Woche in einem Stadtteil eine Seltenheit sind – das ist aber nicht der Fall: „Jedes Netz zur Trinkwasserversorgung weist Rohrbrüche auf. So haben wir in Hamburg jährlich zwischen 400 und 600 Rohrbrüche. Die meisten davon kriegt kaum einer mit, da es sich zum Beispiel nur um kleinere Leckagen an Hausanschlussleitungen handelt“, sagt die Expertin von Hamburg Wasser.

Janne Rumpelt erklärt: „Die Anzahl der Rohrbrüche ist trotzdem gering. Unser Netz ist über 5.000 Kilometer lang. Mit gerade einmal 400 bis 600 Rohrbrüchen ist es nachweislich sogar in einem sehr guten Zustand. Zum Vergleich: Vor knapp 20 Jahren hatte Hamburg jährlich noch etwa 1000 Rohrbrüche pro Jahr zu verzeichnen.“ (cb)