Harburg – Harburg bekommt seine erste Fahrradstraße: Ab Montag, 19. Oktober, beginnt der Ausbau der Veloroute 11 im

Bereich der Denickestraße zwischen Gazertstraße und Weusthoffstraße. Der Abschnitt der Denickestraße wird Harburgs erste Fahrradstraße. Im Frühjahr des kommenden Jahres soll sie fertig sein.

 „Im Zuge des Bündnisses für den Radverkehr wird die Veloroute 11 von der Hamburger Innenstadt über Wilhelmsburg bis Eißendorf im Auftrag des Senats abschnittsweise ausgebaut“, sagt Dennis Imhäuser, Pressesprecher des Bezirksamts. Und: „Damit soll der Radverkehr insbesondere auf wichtigen Hauptrouten sicherer, attraktiver, und komfortabler geführt werden.“

 Das Bezirksamt Harburg führt daher ab dem 19. Oktober 2020 im oben genannten Abschnitt der Denickestraße umfangreiche Umbaumaßnahmen durch. Zwei Sperren werden unnötigen Durchgangsverkehr auf der Denickestraße aus dem Quartier heraushalten: auf Höhe der Gazertstraße ist eine Diagonalsperre geplant, auf Höhe des Wilhelm-Busch-Weges ist eine Wendekehre vorgesehen. Zudem werden an Einmündungen Bordkanten angepasst, wodurch zum Beispiel die Fahrradstraße Vorfahrt bekommt. Auch einige Parkplätze werden neu gebaut.

 Der in Resten noch vorhandene Radweg auf dem nördlichen Gehweg wird entfernt. Stattdessen wird die gesamte Fahrbahn zum Radweg: als Fahrradstraße hat der Radverkehr auf der Denickestraße Vorrang und Radfahrende dürfen hier beispielsweise nebeneinander fahren. Imhäuser: "Hamburgweit gibt es bereits seit vielen Jahren Erfahrungen mit Fahrradstraßen. Sie zeigen, dass die Attraktivitätssteigerung auch zu einer Zunahme des Radverkehrs führt, sowie zu einer spürbaren Abnahme des motorisierten Verkehrs. Dadurch, dass die Autos in der Regel hinter den Radfahrenden bleiben, wird der Verkehrsfluss insgesamt ruhiger und gleichmäßiger. Auch Lärm- und Abgasemissionen gehen zurück."

 Durch die geplante Beschilderung „Fahrradstraße“ mit dem Zusatz „Anlieger frei“ ist sichergestellt, dass alle Anlieger ihre Grundstücke auch weiterhin erreichen können. Beim Kraftfahrzeugverkehr kommt es teilweise zu veränderten Verkehrsführungen durch die Sperren für den Durchgangsverkehr. Das Parken wird, insbesondere in Einmündungsbereichen, wo bislang mitunter verkehrsgefährdendes „Wildparken“ praktiziert wurde, neu geordnet. Hier entfallende Parkmöglichkeiten werden durch neue Parkplätze ersetzt.

 Die Arbeiten zur Umgestaltung beginnen ab dem 19. Oktober.2020 in den Nebenflächen. Hierbei kann es zeitweise zu Sperrungen von Gehwegabschnitten kommen.

Anschließend erfolgen die Arbeiten im Bereich der Fahrbahnen. Durch die Aufteilung der notwendigen Arbeiten in verschiedene Bauphasen ist sichergestellt, dass die Anlieger das Gebiet stets zu einer Seite verlassen können. Die Arbeiten werden bis zum Frühjahr 2021 andauern. (cb)