Harburg - Das Archäologische Museum in Harburg präsentiert am Dienstag, 27. Oktober, um 18 Uhr einen neuen Vortrag zur Sonderausstellung

„Gladiatoren -  Helden des Kolosseums“. Arenen und Gladiatorenkämpfe gehören zu den Phänomenen, die wir besonders mit der römischen Kultur verbinden.

Die Nachwelt machte sich bisher vor allem durch Hollywoodfilme ein Bild davon, welche Bedeutung beides für die Römer hatte. Dr. Thomas Hufschmid, Leiter der Monumenten-Konservierung der Augusta Raurica in der Schweiz, wird in seinem Vortrag mit einigen Mythen zu diesem Thema aufräumen und dabei auch Überraschendes vermitteln.

 Die römischen Kampfarenen waren einst die größten Bühnen der Antike. Allein das Kolosseum in Rom fasste bis zu 50.000 Menschen, die dort die Kämpfe der Gladiatoren bejubelten. In die Errichtung der römischen Theaterbauten und die Durchführung der darin stattfindenden Spiele wurden oft gewaltige finanzielle Mittel investiert.

Wer sich den Prunk der antiken Arenen und die Baukosten für die Amphitheater mit ihren raffinierten technischen Installationen anschaut, dem wird schnell klar, dass es hier um weit mehr als bloße Massenunterhaltung und Volksbelustigung ging. Die Gladiatorenkämpfe in den Amphitheatern dienten nicht allein als Unterhaltung, sondern unterstrichen auch den hegemonialen Machtanspruch Roms und die Rolle des Kaisers als gerechten Herrscher.

Der Vortrag findet im Theatersaal des Archäologischen Museums Hamburg, Museumsplatz 2, statt. Der Eintritt kostet vier, ermäßigt drei Euro.  (cb)