Hausbruch –  Die Anwohner des Ehestorfer Heuwegs und alle Autofahrer im Süderelberaum werden sich nach der Antwort des Senats

auf eine Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten André Trepoll die Augen reiben: Dort teilt der Senat nämlich schwarz auf weiß mit, dass der Ehestorfer Heuweg für keine der geplanten Baustellen auf der A7 als Ausweichstraße geplant sei. Noch im November 2018 las sich das in der Senatsdrucksache 21/14978 anders: „Der Ehestorfer Heuweg wird nach jetzigem Planungsstand erst nach Fertigstellung der Straßen-  und Tiefbauarbeiten ab November 2020 als zusätzliche Ausweichstrecke ausgewiesen.“

Auch in den Informationsveranstaltungen für die Anwohner wurde mit dem Hinweis auf den Ausbau der A7 Druck gemacht. So sagte Ivonne Offenborn vom Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG) im August 2018: „2021 beginnen umfangreiche Arbeiten auf der A7. Da müssen die Umleitungsstrecken fit sein.“

Die Sanierung des Ehestorfer Heuwegs ist immer wieder ins Stocken geraten – unter anderem weil bei den Planungen Hohlräume unter der Straße im Bereich des Bergwerks Robertshall übersehen worden waren. Der Senat sieht in seiner Antwort auf Trepolls Fragen andere Ursachen für die Verzögerungen: „Bereits vor Beginn der Straßenbauarbeiten im ersten Abschnitt gab es gegen die vorgesehene Vollsperrung eine zunehmende Beschwerdelage.“ Deshalb habe der LSBG auf die Vollsperrung verzichtet und eine Verkehrsführung mit täglich zweimal wechselndem Einbahnstraßenverkehr eingerichtet. Das wiederum habe zu einem „gestörten Bauablauf, einer erheblich längeren Bauzeit und entsprechenden Mehrkosten“ geführt.

Im  zweiten Bauabschnitt habe „die Beschwerdelage weiter zugenommen“, der dann eingerichtete Blockverkehr habe „die bauliche Leistungsfähigkeit noch einmal erheblich reduziert“. Von möglichen Planungsfehlern ist der Antwort des Senats nicht die Rede.

Wie geht es weiter? Wann ist alles fertig? Darauf hat der Senat keine Antworten: „Ein Verkehrskonzept für die Umsetzung des restlichen 2. Bauabschnitts liegt noch nicht vor.“ ag