Knaack

Heimfeld - Wie zwei lange, gelbe Spargel ragen die Ausleger von zwei Telekränen der wilhelmsburger Firma Knaack aus

dem von Bäumen umwucherten Gelände der Grundschule Kiefernberg in die Höhe. Sie leisten Schwerstarbeit, damit die Kinder neue Klassenräume bekommen. In Modulbauweise wird das erste neue, zweigeschossige Schulgebäude gefertigt.

Die rund 18 Tonnen schweren Elemente werden per Schwertransport angeliefert. In einem ersten Hub geht es vom Schulhof über natürlich nicht genutzte Klassenräume. Dann geht es per Schwertransport ein paar Meter weiter, bevor der zweite Telekran die Elemente an ihre endgültige Position hievt.

16 Einzelmodule werden für das erste neue Gebäude verbaut werden. Dann werden Containermodulbauten, die jetzt als Mensa dienen, entfernt, um dort ein zweites neues Schulgebäude zu errichten. Anschließend ist der Abriss weiterer Gebäude geplant, um Platz für einen großen Neubau mit Turnhalle zu schaffen. Die Kranarbeiten für das erste Gebäude werden noch diese und vermutlich einen Großteil der nächsten Woche andauern.

Die neuen Gebäude sind nötig. Die Schule mit über 600 Schülern ist ein Relikt überholter Baukunst. Die Decken sind niedrig. Die Gebäude sind 65 Jahre alt. Im vergangenen Jahr hatte die Schulbehörde 16 Millionen Euro bereit gestellt, um die Schule zu erneuern.

Die Geschichte der Schule reicht deutlich länger zurück, als der ihres Standortes an der Weusthoffstraße. 1886 wurde die 1. Bürgerschule gegründet, die 1902 zum Rathausplatz in das Gebäude zog, das als "gelbe Schule" bekannt war. Das Gebäude wurde 1944 bei einem Bombenangriff zerstört. Gut zehn Jahre gab es die Schule als Provisorium am Alten Postweg. 1955 wurde die Nachfolgeschule Weusthoffstraße eröffnet, die 2013 in Grundschule Kiefernberg umbenannt wurde. zv