Harburg – Das Kulturfestival „Sommer im Park“ war gute Werbung für den Bezirk Harburg. Der „Spirit of  Harburg“ kam im Fernsehen und

auf der Bühne gut rüber. Acht Stunden lang präsentierte sich Harburg am Sonnabend per Live-Stream auf dem Fernsehsender Hamburg 1 den Zuschauern. Ausgangspunkt für die Übertragung war die Freilichtbühne im Harburger Stadtpark, wo Coronabedingt nur jeweils 250 Zuschauer für einen der fünf Show-Blöcke live dabei sein konnten.

Unter den Live-Gästen waren auch viele prominente Harburger: Unter anderem genossen Museums-Direktor Rainer-Maria Weiss, sein kaufmännischer Geschäftsführer Thorsten Römer, Bauunternehmer Udo Stein, Soziadezernentin Anke Jobmann (kleines Foto) und Heinke Ehlers (Grüne) das Programm.

Die Zuschauer erlebten live und am Fernseher einen spannenden Mix aus Musik, Talk und Comedy. Zudem stellten sich auf der Spielwiese oberhalb der Bühne mehrere Gruppen aus dem Bereich Tanz und Kultur vor. Durch das Programm führte Moderator Marco Ostwald (kleines Foto).

Doch das war nicht alles: Insgesamt 30 Kurzfilme über Harburg wurden produziert und zwischendurch eingespielt. Dabei wurden viele Institutionen und kulturelle Einrichtungen and Harburg, Sehenswürdigkeiten und Freizeiteinrichtungen kurz vorgestellt. Der Bogen reichte von Binnenhafen und Wasserskianlage, über Museum und Sammlung Falckenberg bis hin zur Kulturwerkstatt und  Lämmertwiete.

Ab 17.30 Uhr spielte das Wetter allerdings nicht mehr mit und es schlug die Stunde der Regenschirme und Plastik-Capes: Aus leichtem Nieselregen wurde echtes Schmuddelwetter. Während viele Auftritte wie die von Gospeltrain, Werner Pfeifer und Lieblingsfarbe Schokolade noch bei gutem Wetter stattfanden, setzte bei Musik-Kabarettist Johannes Kirchberg der Regen ein.

Für viele Künstler war es der erste Auftritt nach der Corona-Zwangspause, der überhaupt wieder möglich war. Der Chor Gospeltrain etwa stand mit nur 16 Sängern auf der Bühne, der Mindestabstand musste eingehalten werden, so dass jeder Künstler ein eigenes Mikrofon hatte.

Mit Spannung wurde der Auftritt der beiden Stars erwartet, die sich wie berichtet für das Festival angekündigt hatten: Peter Heppner wurde am Klavier von Christine Wolter begleitet und sorgte mit seinen beiden Hits „Die Flut“ und „Kein Zurück“ für Gänsehaut-Stimmung.

Ein echter Sonnenschein auf der Bühne war der gut gelaunte Sänger Stefan Gwildis, der einfach gemeinsam mit seiner Gitarre versuchte, den Regen  mit seinen Songs „Sommer in der City“ und „Allem Anschein nach bist Du`s“  weg zu singen.

Im Anschluss an das sechsstündige Bühnenprogramm ging es in Harburgs Club-Landschaft. Von 20 bis 22 Uhr gab es einen Live-Stream aus den Musikclubs Marias Ballroom und Stellwerk. Für den Ballroom war es eine vorläufige "Abschiedsveranstaltung". Heimo begrüßte als Gäste Micky van Wolfen, Peter Sebastian und Jimmy Cornett zur Talkrunde auf der Bühne. Jetzt ist Marias Ballroom im "Corona-Schlaf". "Wir hatten die letzten zwei Monate noch die Kneipe auf. Das lohnt nicht mehr", sagt Heimo. Der Ballroom selbst warte auf bessere Zeiten und bleibt erhalten. Dabei hilft auch ein Förderprogramm. Zudem sind Aktionen, beispielsweise Open-air geplant.  (cb)

Corona Regeln: Gospaltrain stand mit nur 16 Personen auf der Bühne. Foto: Christian Bittcher

Rainer Maria Weiss im Gespräch mit Künstlerin Antje C. Gerdts. Foto: Christian Bittcher

Kritischer Blick nach oben: Bei Musik-Kabarettist Johannes Kirchberg setzte der Regen ein. Foto: Christian Bittcher

Auch viele jüngere Harburger waren vom Kulturvestival begeistert. Foto: Christian Bittcher

Sänger Stefan Gwildis wird von Melanie-Gitte Lansmann begrüßt. Foto: Christian Bittcher

Das Comedy-Duo Charlotte & Ralf. Foto: Christian Bittcher

Ein echter Sonnenschein auf der Bühne war der gut gelaunte Sänger Stefan Gwildis. Foto: Christian Bittcher

Auf der Bühne gab es Gesprächsrunden zu verschiedenen Harburg Themen: Hier spricht Marco Ostwald mit Martina Siebert, Dr. Ralf Grote und Gorch von Blomberg über Binnenhafen und TUHH. Foto: Christian Bittcher

Bewacht und kostenlos: Die Fahrrad Garderobe war eine super Sache für Radfahrer. Foto: Christian Bittcher