Karoxbostel - Ein Wanderer ist ohnmächtig geworden, ein Mountainbiker im Wald gestürzt, ein Kind vom Baum gefallen – draußen in der Natur kann viel

passieren. Doch in abgelegenen Waldgebieten oder in den Bergen kann es Stunden dauern, bis Verletzte Hilfe bekommen. Deshalb haben die Johanniter am Wochenende auf dem Gelände der Wassermühle Karoxbostel einen Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs veranstaltet, der sich an Menschen richtet, die aktiv in der Natur unterwegs sind.

Aus diesem Grund fand der Kurs auch nicht in einem komfortablen Kursraum, sondern mitten im Wald statt. Unter dem sattgrünen Blätterdach von Buchen und Eichen und Vogelgezwitscher im Hintergrund vermittelten die outdoorerfahrenen Ausbilderinnen Sandra Lambrich und Michaela Hönig den 13 Teilnehmern, wie sie bei einem Notfall reagieren: "Wir haben gezeigt, wie man aus Stöckern eine Krücke oder eine behelfsmäßige Trage baut, mit einem Dreieckstuch einen gebrochenen Arm stabilisiert und welche Pflanzen einen Insektenstich lindern können", sagt Trainerin Sandra Lambrich. Und alles, was man an Material benötigt, findet man im Wald. Lediglich ein paar Basics wie Bindfaden und einen kleinen Verbandskasten mit Dreieckstuch sollten Wanderer zu ihrer Verpflegung in ihren Rucksack packen.

Aufgrund der Corona-Abstands- und Hygieneregeln trugen alle Teilnehmer einen Mund-Nasen-Schutz. Zum Abschluss des eintägigen Kurses konnten die Outdoorspezialisten das erlernte Wissen in einer kleinen Übung anwenden: Sie mussten drei Personen, die sich im Wald verletzt hatten, versorgen. Damit das Ganze möglichst realistisch wirkte, waren die Verletzten täuschend echt mit Kunstblut geschminkt worden.

Der nächste Erste-Hilfe-Outdoor-Kurs findet am Samstag, 19. September 2020 statt. Anmeldungen sind telefonisch unter 0 41 72/96 60 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich. (cb)