Harburg – Der Harburger Busbahnhof (ZOB) wurde am Vormittag des 1. Mai wegen der zu erwartenden Nazi-Demonstration und Gegendemonstrationen

der Linken zur Polizeifestung: Mehr als 1000 Einsatzkräfte, darunter sogar Polizisten aus Bayern, waren vorsorglich wegen der zu erwartenden Krawalle in der Harburger City aufmarschiert. Absperrgitter standen bereit und Wasserwerfer der Polizei waren aufgefahren.

 Der Grund: Nachdem das Oberverwaltungsgericht wie berichtet die Nazi-Demo in Harburg in zweiter Instanz verboten hatte, legte Anmelder Christian Worch beim Bundesverfassungsgericht Beschwerde ein, um doch noch eine Genehmigung für den Aufmarsch am Harburger ZOB zu bekommen.

Doch um 11.30 Uhr kam die Entwarnung: Auch das Verfassungsgericht hatte die Klage abgeschmettert, es blieb beim Verbot der Demonstration. Kurze Zeit später begann die Polizei damit, einen Teil der Einsatzkräfte wieder abzuziehen, darunter auch die Polizisten aus Bayern. (zv)

Absperrgitter am Bahnhof. Foto: André Zand-Vakili

Polizeipräsident Ralf Martin Meyer machte sich ein Bild von der Lage in Harburg. Foto: André Zand-Vakili