Harburg – Der ehemalige Harburger SPD-Politiker Horst Krämer ist im Alter von 77 Jahren gestorben.

Das hat SPD-Kreischef Frank Richter heute mitgeteilt. Krämer war  seit 1992 SPD-Bezirksabgeordneter, 1998 wurde er als Nachfolger von Henry Brügmann sogar zum Vorsitzenden der Bezirksversammlung gewählt. Sechs Jahre später übergab Krämer das Amt an Michael Hagedorn (CDU).

Schon früh hatte sich Krämer für die Rechte der Arbeitnehmer eingesetzt. Seit März 1973 arbeitete er in der IG Chemie, Papier, Keramik als Assistent im Bildungswesen in der Schule Bad Münder, ab 1977 in der  Verwaltungsstelle Hamburg. Ab Mai 1981 war er Bezirkssekretär in Nordmark-Berlin. 1986 wechselte er schließlich nach Harburg ins Gewerkschaftsbüro am Schloßmühlendamm. In einem Nachruf würdigt die Gewerkschaft die Verdienste ihres  Kollegen Horst Krämer: „Horst war für unsere Gewerkschaft und  für viele Kolleginnen und Kollegen über mehrere Jahrzehnte hinweg ein überaus engagierter Kollege, Wegbegleiter und Kämpfer für Arbeitnehmerinteressen. Er war ein treibender Faktor bei den Tarifentwicklungen in der Kautschuk-, der Ölmühlen- und der Mineralölindustrie und hat dabei für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer viel erreicht.“

Sein Engagement in der Gewerkschaft, aber auch seine stets hilfsbereite Art würdigten Krämers Marmstorfer Schützenbrüder, als er 2011 ihr König wurde. Sie nannten ihn „Horst der Soziale.“
 ag