Harburg – Schweres Gerät hat im Westlichen Bahnhofskanal im Binnenhafen festgemacht. Ein Arbeitponton,  ein Schwimmbagger und andere Spezialmaschinen sind

vor Ort. Die Uferpromeande ist weiträumig mit einem Bauzaun gesperrt worden.  Der Grund für diese Bauarbeiten: Die Uferwand wird auf 160 Metern Länge aufwändig saniert.

Im Juni 2018 stürzten wie berichtet Teilbereiche der historischen Kaianlage – sie wurde um 1860 gebaut - am westlichen Bahnhofskanal in den Kanal. „Nachfolgende, ausführliche Untersuchungen der Bausubstanz zeigten, dass die sich unter der Uferwand befindlichen Holzpfähle nicht mehr ausreichen standfest sind“, erklärt Nicolas Wrogemann vom zuständigen Planungsbüro KMT Port Consult GMBH.  Es bestehe daher dringender Handlungsbedarf um weitere Abrutschungen oder Versackungen und damit auch Personenschäden auszuschließen.

Nicolas Wrogemann erklärt, wie die Arbeiten ausgeführt werden: „Es wird eine Stahlspundwand vor der historischen Uferwand errichtet. Diese sichert den Geländesprung zwischen Kanalsohle und Promenade ab und stellt die Standsicherheit wieder her. Um das Erscheinungsbild der denkmalgeschützten Ufereinfassung beizubehalten, werden auf dieser Stahlspundwand Stahlbetonfertigteile mit nachträglich aufgebrachter Klinkeroptik aufgesetzt.“

Eine weitere Baumaßnahme ist am Palmspeicher nötig: „Das historische Gebäude des Palmspeichers besitzt ebenfalls eine nicht mehrstandfähige Holzpfahlgründung. Dieser Bereich wird durch ein innovatives Verfahren, bei dem unter hohem Druck Zementsuspension unter das bestehende Gebäude gepumpt wird, nachgegründet“, sagt Wrogemann.

Wie hoch die Kosten für diese Maßnahme sind wurde vom Bauherrn, vertreten durch die Office First Immobilien GmbH, nicht mitgeteilt. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Dezember 2020 dauern.  (cb)

Diese Bauskizze zeigt, wie die Arbeiten ausgeführt werden. Foto: KMT Port Consult GMBH