Harburg – Für viele ist es ein Schildbürgerstreich, was derzeit am Kanalplatz im Binnenhafen vor sich geht: Die Ufer-Fläche im Bereich, wo jahrelang das

Flüchtlingsschiff „Transit“ lag, das vor einigen Wochen den Binnenhafen verlassen hat, ist mit einem Bauzaun abgesperrt worden.

„Der Bauzaun sperrt eine Fläche ab, die zuvor für alle Bürger zugänglich war“, sagt Fischhallen-Betreiber und Museumshafen-Mitglied Werner Pfeifer gegenüber harburg-aktuell. Der nach dem Verschwinden der "Transit" freigewordene Platz im Binnenhafen wird in Zukunft vom Museumshafen genutzt. Es sollen wie berichtet Kurzzeitliegeplätze und Plätze für Großsegler entstehen.

Der Zaun wurde auf Veranlassung des Landesbetriebes Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) aufgestellt. „Als Eigentümer der Fläche kommt der LIG damit in erster Linie seiner Verkehrssicherungspflicht nach, zum anderen wird auch dem Wunsch des Bezirksamtes Harburg, die Inanspruchnahme durch illegal abgestellte Kraftfahrzeuge einzuschränken, nachgekommen“, sagte Claas Ricker, Pressesprecher der Finanzbehörde, auf Anfrage von harburg-aktuell.

Werner Pfeifer: „Ein Risiko gab es vorher auch, und es wurde nichts abgesperrt. Ich halte den Zaun für unnötig und hinderlich. Eine leere Sandfläche wird abgesperrt. Das sieht nicht nur hässlich aus, sondern behindert auch Spaziergänger und den Betrieb des Museumshafens.“

Immerhin wird jetzt nachgebessert: „Aktuell ist die Versetzung des Zauns beauftragt, um den uneingeschränkten Zugang zur Kaikante für den Inhaber der wasserrechtlichen Genehmigung zu gewährleisten“, sagte Claas Ricker.

Das hatten die Mitglieder des Museumshafens gefordert, um wenigstens an der Wasserkante tätig werden zu können.  Pfeifer:Der Bauzaun wird demnächst um vier Meter nach hinten versetzt, um die Kaikante frei zu machen.“  (cb)