Harburg – Ein Stück Harburger Binnenhafen wird aufgewertet: Während die Bauarbeiten an den meisten neuen Gebäuden der Theodor-Yorck-Straße noch im

vollen Gange sind, wird derzeit die rund 120 Jahre alte Kaimauer am Östlichen Bahnhofskanal überarbeitet. Auf rund 340 Meter Länge muss  die alte Kaimauer aufgrund von Schäden und im Hinblick auf die Standsicherheit für die geplanten späteren Nutzungen erneuert werden.

Die geplante Bauzeit beträgt nach Auskunft des Bezirksamts rund vier Monate und soll im zweiten Quartal dieses Jahres beendet werden. Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro.

Die gewählte Art der Sanierung wurde mit dem Denkmalschutzamt abgestimmt. „Eine neue, vorgelagerte Wand wäre nicht konsensfähig gewesen. Schadhafte Stellen im Verblendmauerwerk werden ausgebessert, in dem schadhafte Fugen erneuert und schadhafte Ziegelsteine durch neue ersetzt werden“, sagte Sandra K. Stolle, Stellvertretende Pressesprecherin des Bezirksamts auf Anfrage von harburg-aktuell.

In Bereichen mit größeren Schäden, wird das Mauerwerk mit Stahlbetonwinkelstützen ertüchtig, die wasserseitig mit einem Ziegelmauerwerk verblendet werden. In einem Bereich, in dem die Mauer sich in der Vergangenheit bewegt hat, wird diese mittels eines vorgesetzten Stahlträgers und daran verbundenen Verpressankern rückverankert.

Und das Beste kommt zum Schluss: Im Anschluss an die Sanierung der Kaimauer soll die landseitig anschließende Fläche zu einer „öffentlichen Parkanlage beziehungsweise Promenade“ entwickelt werden. Stolle: „Diese Planung wird vom Bezirksamt, Abteilung Stadtgrün, durchgeführt. Der Park entlang der Kaimauer und die südlich anschließende Böschung werden mit einer Breite von etwa 18 Meter geplant.“

 Zukünftig werde dieser Bereich öffentlich zugänglich sein und müsse daher verkehrssicher hergerichtet werden. Im Zuge der Parkplanung soll daher zusätzlich ein Geländer aufgestellt werden.

Bautätigkeiten gibt es derzeit auch ein Stück weiter, am Treidelweg finden zurzeit Kampfmittelsondierungen zu Wasser und an Land statt. (cb)

Am Treidelweg finden zurzeit Kampfmittelsondierungen zu Wasser und an Land statt. Foto: Christian Bittcher