Harburg – Die „Sea-Eye“ im Binnenhafen wird zur Sammelstelle für Hilfsgüter für Flüchtlinge, die in den Flüchtlings-Camps in Griechenland festsetzen. Im

Sommer vergangenen Jahres hatte die Sea Eye wie berichtet im Harburger Binnenhafen festgemacht. Mittlerweile ist sie vom Kanalplatz dorthin umgezogen, wo zuvor die „Transit“ lag. Die Sammlung der Hilfsgüter beginnt am Sonntag, 9. Februar, und wird am 16. und 23. Februar fortgesetzt.

Rund 12.000 Menschen wurden nach Angaben der Organisation in der Zeit von der Besatzung von Booten und aus dem Wasser geholt. Jetzt ist das 60 Jahre alte Schiff "altes Eisen". Es taugt nicht mehr zum Rettungseinsatz. Der ehemalige Fischkutter aus der DDR dient jetzt als Informations- und Erinnerungsstätte im Museumshafen Harburg. Bekannt wurde das Schiff durch seinen Einsatz im Mittelmeer. Die Regensburger Initiative "Sea-Eye" hatte das gleichnamige Schiff von Anfang 2016 bis Ende 2018 für private Rettungsaktionen von Bootsflüchtlingen eingesetzt.

An jedem der drei Sonntag im Februar werden jetzt Sachspenden gesammelt. Los geht es am 9. Februar. Von 12 bis 16 Uhr können Hilfsgüter wie Schlafsäcke, Isomatten, Zelte, Decken und Hygieneartikel (nur gezielte Sachspenden nach folgender Liste: https://sea-eye-thinkboat.de/nothilfe-griechenland) abgegeben werden.

Wie wichtig die Sammel-Aktion ist, erklärt Michael Buschheuer, Gründer von Sea-Eye: „Über 40.000 Flüchtlinge – darunter viele unbegleitete Kinder – harren unter erbärmlichen Bedingungen in den Camps auf den griechischen Inseln Samos, Kos und Lesbos aus. Viele leben in völlig durchnässen Verschlägen. Ohne Strom und Heizung und mit unzureichender Kleidung müssen sie den Winter überstehen.“

Michael Buschheuer betont: "So wird das alte Schiff, das so viele Leben gerettet hat, erneut zum Menschenretter." (cb)