Neugraben – Man glaubt es kaum: Aus dem neuen Kombibad für den Süderelberaum könnte doch noch was werden – allerdings

nicht vor 2024. Bis dahin sind nämlich die Investionsmittel der städtischen Bäderland GmbH anderweitig verplant, weiß Frank Richter, SPD-Fraktionschef in der Bezirksversammlung Harburg und Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses. Danach sieht er aber gute Chancen für das Komibad. Einen Standort dafür scheint es auch schon zu geben – im geplanten neuen Stadtquartier Fischbeker Reethen an der Grenze zu Neu Wulmstorf.

Ob das Bad aber gemeinsam mit der niedersächsischen Nachbargemeinde betrieben würde, stehe noch in den Sternen. Richter: „Zurzeit läuft noch eine Machbarkeitsstudie.“ Die müsse auch klären, wie die juristischen Hürden für eine länderübergreifende Einrichtung beseitigt werden können.

Pläne für ein Komibad in dieser Region waren erstmal 2017 im damaligen Stadtplanungsaussschuss vorgestellt worden. Obwohl es dann einen positiven Beschluss der Bezirksversammlung gab, sperrte sich die zuständige Umweltbehörde zunächst gegen das Projekt. Sie sah keinen Bedarf für den Süderelberaum: „Das erwartete Bevölkerungswachstum von 12.000 bis 14.000 Neubürgern im Einzugsgebiet kann nach den Erfahrungswerten der Bäderland Hamburg GmbH zu Mehrbesuchen von bis zu 25.000 Besuchen jährlich führen.“ Das könne problemlos vom Regional-Hallenbad Süderelbe aufgefangen werden.

Ein Jahr später brachte die SPD-Fraktion in der Bürgerschaft das Bad wieder ins Gespräch.  Seither war nicht mehr viel zu erfahren. Im Sommer 2019 sagte der Harburger SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Sören Schumacher auf Nachfrage: „Es gibt nichts Neues.“ Jetzt gibt es zumindest wieder ein Lebenszeichen. ag