Harburg – Im kommenden Frühjahr sollen im Bezirk Harburg 172 Bäume gefällt werden. Das

geht aus einer gerade vom Bezirksamt vorgelegten Liste hervor. Meistens wird „mangelnde Bruchsicherheit“ oder „mangelnde Vitalität“ als Grund angegeben. Einige Bäume sind auch von der „Ulmenkrankheit“ oder der „Kastanienkomplexkrankheit“ befallen. Einige leiden auch unter „Stammfußfäule“ oder einem „Druckzwiesel“ (Gabelung der Stämme).  Der dickste Baum auf dieser Liste ist eine Silberweide in Neuland. Sie hat einen Stammdurchmesser von 1,40 Meter, hier droht die Krone zu brechen.

Leider wird nur in 13 Fällen eine Nachpflanzung angekündigt, in 93 Fällen ist das noch nicht entschieden. Der Rest wird nicht ersetzt. Schon im April hatte die SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung auf diesen Missstand hingewiesen und eine bessere finanzielle Ausstattung der Abteilung Stadtgrün gefordert. Schließlich sauge jeder einzelne Baum das Treibhausgas CO2 aus der Atmosphäre.

Jetzt hat das Bezirksamt in einer Stellungnahme zum SPD-Antrag darauf hingewiesen, dass die benötigten Haushaltsmittel von der Behörde für Umwelt und Energie zur Verfügung gestellt werden, der Bezirk habe auf die Höhe der Etats keinen Einfluss. Die aktuelle Summe reiche jedoch bei weitem nicht aus. ag