Harburg - Harburg ist eine Entdeckung wert: Ab sofort in Form eines neu erschienen Buches und einer digitalen Plattform

zur Harburger Stadtgeschichte. Der „Harburger Geschichtspfad“ und die „Kultur-Routen Harburg“ (www.kulturrouten-harburg.de) laden zu einer historischen Entdeckungstour ein, die von den Anfängen der bis 1937 selbständigen Stadt bis in die Gegenwart des südlichsten Hamburger Bezirkes führt.

Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen und Museumsdirektor Rainer-Maria Weiss stellten am Montag das neue Projekt des Harburger Museums gemeinsam mit Jens Brauer (Stadtgeschichtliche Leitung) und Michael Merkel (Digitale Strategien) vor. Die Kosten für dieses Stadtgeschichtliche Projekt betragen 66.000 Euro. 33.000 davon kommen aus dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE, für das Gebiet „Harburger Innenstadt, Eißendorf-Ost“),  16.000 Euro sind Sondermittel der Bezirksversammlung Harburg und 17.000 Euro Eigenmittel des Harburger Museums.

Die neue digitale Plattform “Kultur-Routen Harburg” bündelt bereits existierende Angebote und Kurzführer zur Harburger Stadtgeschichte, zur Kunst im öffentlichen Raum oder zur Geschichte des Binnenhafens und des Alten Friedhofs. Die Inhalte können über Smartphone und Tablet abgerufen werden. Der Harburger Geschichtspfad ist ab sofort Teil dieser Plattform und gleichzeitig als Buch erhältlich. Dieser neue Service ist ein Gemeinschaftsprojekt des Stadtmuseums Harburg und des Bezirksamts Harburg.

Mit der digitalen Plattform „Kultur-Routen Harburg“ kann die Geschichte Harburgs im Rahmen eines multimedialen Rundgangs entdeckt werden. Die kostenlose Web-App ist auf mobilen Geräten, aber natürlich auch zu Hause am PC nutzbar. Wer möchte, kann sich aber auch mit dem gedruckten Führer zum Harburger Geschichtspfad auf den Weg machen. Das Buch im handlichen Format stellt 36 Stationen des Pfades vor, führt von den Anfängen der Stadt bis in die Gegenwart und informiert über Gebäude, Plätze und Straßen.

Die Web-Apps als auch das Buch erzählen bekannte Geschichten und eröffnen neue Einsichten in die lange Geschichte Harburgs. An den einzelnen Stationen kann das Gestern und Heute nebeneinander erlebt werden. Fotos und kurze Porträts der historischen Orte erzählen, wie sich Harburg entwickelt und gewandelt hat.

An vielen Punkten des Geschichtspfades werden dadurch Brüche sichtbar, die der Zweite Weltkrieg, der wirtschaftliche Strukturwandel oder die Stadtplanung im Stadtbild hinterlassen haben. Es werden aber auch einige neue Standorte vorgestellt, wie zum Beispiel das Harburger Schloss, dessen Gewölbekeller demnächst als neue Museumsfiliale des Stadtmuseums Harburg eröffnet werden soll.

Die digitale Plattform „Kultur-Routen Harburg“ bündelt außerdem viele bereits existierende Angebote zur Harburger Stadtgeschichte und zur Kunst im öffentlichen Raum. Alle sind attraktiv bebildert, so dass sich ein Ausflug an die geschichtsträchtigen Orte schon von der Couch aus lohnt. Ebenso viel Spaß macht es allerdings, die „Kultur-Routen Harburg“ direkt vor Ort anzuwenden. Die Nutzung der Plattform ist einfach: Durch das Scannen eines QR-Codes gelangt man auf die Webseite der „Kultur-Routen Harburg“. Hier können verschiedene Themen ausgewählt werden und mit Hilfe einer Karte wird man dann von Ort zu Ort geführt.

Wer nach dem Rundgang noch einmal ins Detail gehen möchte, kann in den Kapiteln des Buchs schmökern, das für fünf Euro im Museumsshop des Stadtmuseums Harburg und in der Harburg Info erhältlich ist.  (cb)