Marmstorf - Wo früher Wohnwagenbesitzer ihre Urlaubsgefährte zwischen den Reisen abstellen konnten, entsteht jetzt

Wohnraum für vordringlich Wohnungssuchende.  Die SAGA-Tochter HIG errichtet am Haanbalken in Marmstorf 32 öffentlich geförderte Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern. Nachdem im Juni die Arbeiten begonnen haben, wurde am Dienstag bereits Richtfest gefeiert. Ein Grund für die kurze Baueit: Der Wohnblock entstand im sogenannten "Seriellen Bauverfahren". Genau so ein Gebäude entstand zuvor bereits in der Legienstraße in Hamburg Horn.

Die 32 Wohnungen haben eine Größe von 48 bis 80 Quadratmeter und sollen im Sommer nächsten Jahres bezugsfertig sein. Die anfängliche Nettokaltmiete der Wohnungen beträgt 6,40 Euro je Quadratmeter. Sie werden nach der Fertigstellung durch die steg Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft bewirtschaftet und sind für Wohnungssuchende Haushalte vorgesehen. Die Vergabe der Wohnungen erfolgt über die Wohnraumversorgung des Bezirksamts.

"Als Hamburgs größte Vermieterin gehört es zu unserem Selbstverständnis, bezahlbare Wohnungen für breite Schichten der Bevölkerung anzubieten", sagte Wilfried Wendel, Vorstand der Saga-Unternehmensgruppe in seiner Begrüßung.

Wie berichtet hatte das Bauvorhaben zunächst für große Verwunderung in Marmstorf gesorgt, weil rund um den ehemaligen Wohnwagen-Stellplatz (Foto) am Haanbalken, auf dem bis Sommer 2017 zugelassene Anhänger zeitlich unbefristet abgestellt werden konnten, plötzlich ein  Bauzaun aufgestellt worden war.

Ursprünglich wurde die Erlaubnis zum unbefristeten Abstellen von Wohnwagen auf Initiative der CDU-Fraktion aufgehoben, um die Parkplatzsituation am Einkaufszentrum und im Wohngebiet zu verbessern.  Der Neubau wird nur drei eigene Stellplätze für Autos bekommen. Allerdings werden im Keller 64 Stellplätze für Fahrräder der Mieter zur Verfügung stehen. (cb)

Die SAGA-Tochter HIG errichtet am Haanbalken in Marmstorf 32 öffentlich geförderte Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern. Foto: Bittcher

Polier Goce Ullmann hielt in luftiger Höhe den Richtspruch. Foto: Christian Bittcher