Stöver

Harburg - 43 Prozent der Harburger nutzen Freizeitangebote hier im Bereich gar nicht oder fast nie. Hauptgrund: sie finden sie unattraktiv.

Außerdem gefällt ihnen das Klientel und die soziale Durchmischung nicht und es gibt zu wenig Parkmöglichkeiten. Das sind Ergebnisse aus einer Umfrage, die die Bürgerschaftsabgeordnete Birgit Stöver (CDU) durchgeführt hat. Teilgenommen haben 328 Personen, wobei etwas mehr Frauen als Männer dabei waren und die meisten Teilnehmer aus der 50Plus-Gruppe stammen. Sie ist damit nicht repräsentativ, gehört aber dennoch zu den umfangreicheren Befragungen dieser Art in Harburg.

Und auch das gibt die Umfrage her: Man hätte gern die Innenstadt, insbesondere die Lüneburger Straße aufgewertet. Das ist eine Dauererkenntnis, die nahezu alle vergleichbaren Umfragen als Ergebnis haben. Und auch der "Umfragegassenhauer" "Sicherheit" ist gut platziert. Medizinische Versorgung, Kinderbetreuung, Schulangebote, Angebote für Senioren, Freizeit und Kulturangebote, sowie die allgemeine Lebensqualität werden als ok, als Mittelmaß angesehen. Der öffentliche Nahverkehr schneidet dagegen eher bescheiden ab. Fast 40 Prozent empfinden das Angebot als "eher schlecht" oder "ganz schlecht".

Und auch das klärt die Umfrage: Die meisten Harburger, knapp die Hälfte, sind einfach in den Bezirk hineingeboren. Die meisten kommen wegen des Berufes (22,6 Prozent), der Liebe wegen (14,1 Prozent) oder weil es ihnen gefiel (14,7 Prozent).

Auch das entlarvt die Umfrage: Bürgerbeteiligung wird schnell durch kleine, organisierte Interessengruppen okkupiert. So tauchte eine Lärmschutzwand an einer Bahnstrecke oder die Forderung nach einer Schwimmhalle relativ prominient in den Ergebnisse auf.

Die Umfrageergebnisse will Stöver in ihre politische Arbeit einflißen lasse und als Grundlage für Gespräche mit regionalen Akteuren nutzen. zv