Wilhelmsburg - Der große Ansturm nach dem Fall der Mauer. In Hamburg kam er zwei Tage nach den

historischen Ereignissen in Berlin. Am 11. November 1989, einem Sonnabend, standen Harald Krüger und seine Kollegen vom DRK-Harburg in Stillhorn. "Wir hatten uns am Nachmittag zuvor zusammen gesetzt", erinnert er sich. "Uns war klar, dass am Sonnabend viele DDR-Bürger über die A1 nach Hamburg kommen würden. Da haben wir entschieden, sie dort zu empfangen.""

So kam es. Nur mit Tapeziertisch, Kaffee, Tee und etwas Spielzeug für Kinder standen die DRK-Helfer in Stillhorn-Ost. "Es war unbeschreiblich", sagt Krüger. "Die Menschen lagen sich in den Armen." Klar, dass Kaffee und Tee nicht so gefragt waren. Auch Erste Hilfe musste nicht geleistet werden. "Wir haben eigentlich vielen einfach nur ein paar Tipss gegeben." Und gefeiert wurde. "In fast jedem Tabbi war auch eine Flasche Rotkäppchen-Sekt", sagt Krüger. "Und jeder wollte mit uns anstoßen." zv