Neuland – Gute Nachricht für die Bewohner der Siedlung Wetternstraße: Auf dem Gelände der Unterkunft für Obdachlose und Flüchtlinge

sollen keine weiteren Wohncontainer aufgestellt werden. Auch der Plan, diesen Standort zumindest als Reservefläche vorzuhalten, ist aufgegeben worden. Das hat die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration der Sprecherin der Bürgerinitiative Wetternstraße, Iwona Mazurkiewicz, mitgeteilt.

Anfang September hatte Staatsrätin Petra Lotzkat die Bezirksversammlung Harburg über die Absicht ihrer Behörde informiert, neben den bestehenden Gebäuden der Unterkunft Wetternstraße möglicherweise zwei weitere zweigeschossige Container für die Unterbringung von bis zu 56 Flüchtlingen aufzustellen. Sie hatte allerdings auch darauf hingewiesen, dass es sich um eine reine Reserveplanung handele. Eine „unmittelbare Umsetzung der Baumaßnahme sei aktuell nicht geplant“.

Schon mit dieser Ankündigung hatte die Behörde ein Versprechen gebrochen. Als vor fünf Jahren die Altbauten der Unterkunft durch moderne Wohncontainer mit erhöhter Kapazität ersetzt werden sollten, stimmte die Anwohnerinitiative zu. Ihre Bedingung: Nun darf es keine weiteren Ausbaupläne mehr geben.

Auch die meisten Fraktionen in der Bezirksversammlung lehnten das Ansinnen der Behörde strikt ab. Allerdings: Da es sich um eine für gesamte Stadt wichtige Standortentscheidung handelt, werden die Bezirkspolitiker zwar gehört, mit entscheiden dürfen sie nach Paragraf 28 des Bezirksverwaltungsgesetz aber nicht.

Trotzdem hat die Behörde ihre Planungen jetzt revidiert. Iwona Mazurkiewicz führt das nicht unbedingt nur auf den Widerstand der Bezirkspolitik zurück: „Wir haben der Behörde inzwischen mitgeteilt, dass wir uns dem Dachverband der Bürgerinitiativen ‚Hamburg für eine gute Integration’ angeschlossen haben. Das hat die Behörde offenbar beeindruckt.“ ag