Undercover in Deutschlands geheimsten, privaten Tierversuchslabor

Neugraben - Die Fotos, aufgenommen von einem "undercover" im Tierversuchslabor LPT arbeitenden Tierschützer, haben viele Menschen

betroffen gemacht. Am Sonnabend kamen mit über 7000 Menschen deutlich mehr Teilnehmer zu einer Demonstration gegen die Einrichtung, als erwartet. Die Veranstalter hatten ursprünglich mit etwa 2000 gerechnet,

Laut Polizei blieb der Aufzug durch Neugraben friedlich. Für den Abend wurde zu einer Mahnwache in Mienenbüttel bei  Neu Wulmstorf aufgerufen, wo das Labor ebenfalls seinen Sitz hat.

Von Dezember 2018 bis März 2019 dokumentierte laut der Tierschutzorganisationen SOKO Tierschutz und Cruelty Free International der eingeschleuste Tierschützer mehrfach, wie Hunde, nachdem ihnen Schläuche oder Kapseln in den Hals gezwungen wurden, entsetzlich bluteten. Das Bildmaterial zeigt blutverschmierte Zwinger. Die Hunde gingen teilweise grausam zugrunde und wurden nicht ausreichend überwacht und umsorgt. Die Affen werden laut Tierschützern bei Versuchen mit äußerster Grobheit behandelt. Untermauert wurden die Vorwürfe mit Fotos und Videos.

Bei den Versuchen handelt es sich laut LPT um vorgeschriebene Tests, bei denen Medikamente oder Substanzen auf  Nebenwirkungen und Verträglichkeit getestet werden, bevor sie Menschen verabreicht werden. Solche Test werden genehmigt. Die zugelassenen Labore werden von den Behörden überwacht.

Dafür ist im Fall LPT der Landkreis Harburg zuständig. Die Tierschutzorganisation hat mittlerweile Anzeige gegen das zuständige Veterinäramt des Landkreises Harburg gestellt.Gegen LPT läuft ebenfalls ein Verfahren. In dem Fall hatte unter anderem das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Niedersachsen Anzeige erstattet. zv