Ehestorf - Vor gut einem Monat legte ein Tagesbruch die Baustelle am Ehestorfer Heuweg lahm. Der Tagesbruch befindet

sich an der Straße Zum Bergwerk, wo sich bis 1922 das Bergwerk Robertshall befand. Und dort scheint der Untergrund löchrig wie ein Schweizer Käse zu sein. Vermutlich wurden die ehemaligen Stollen des Bergwerks nicht verfüllt, wie ursprünglich angenommen.

Um festzustellen, wie schlimm die Situation ist, werden jetzt Untergrundsondierungen mit Spezialgerät vorgenommen. Die Dauer der Vollsperrung ist also abhängig von den Ergebnissen. Fest steht allerdings, das mit dem Abschluss der Arbeiten im ersten Bauabschnitt nach wie vor erst im Frühjahr 2020 zu rechnen ist.

Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) führt derzeit am Ehestorfer Heuweg sogenannte Rammsondierungen durch. "Diese Arbeiten mit einer schweren Rammsonde sollen Erkenntnisse darüber bringen, wo und wie weitgehend anschließend Hohlräume verfüllt werden müssen", sagt Pressesprecher Christian Füldner und fügt hinzu: "Die Hohlräume werden dann mit einem Spezialgemisch verfüllt, für das vor Ort Betonmischsilos installiert werden."

Deshalb muss sowohl für die Sondierungen, als auch für die anschließende Verfüllung der Abschnitt zwischen Wulmsberg und der Landesgrenze Niedersachsen weiter für den Autoverkehr gesperrt bleiben. Das Ende der Vollsperrung und die Wiederaufnahme der wechselseitigen Verkehrsführung hängen von den Ergebnissen der notwendigen Sondierungen ab. Mit dem Abschluss der Arbeiten im ersten Bauabschnitt ist nach wie vor im Frühjahr 2020 zu rechnen. (cb)