Harburg - Das Harburger Rathaus hat jetzt ein Hotel - allerdings nur für Insekten. Bezirksamtsleiterin Sophie

Fredenhagen hat am Dienstag im Innenhof des Harburger Rathauses eines von drei Insektenhotels im Bezirk Harburg eingeweiht. Gemeinsam mit den Vorsitzenden des Imkervereins Thomas Krieger und Professor Peter Hornberger durchschnitt sie das Rote Band des neuen Hotels.

Der Imkerverein Harburg-Wilhelmsburg und Umgebung hat im Bezirk Harburg drei Insektenhotels errichtet. Die beiden weiteren Insektenhotels haben ihre Standorte am Harburger Schloss und am Bahnsteig der Gleise 3 und 4 des Bahnhofs Harburg. Sie bieten Schutz für viele Wildbienen und eine Vielzahl von anderen Insekten. "Mit diesem Projekt möchte der Imkerverein auf das Bienensterben besonders in Bezug auf die Bedrohung der verschiedenen Wildbienen- und anderen Insektenarten aufmerksam machen", sagte Sandra K. Stolle, aus der Pressestelle des Bezirksamts. Insgesamt entstanden Kosten in Höhe von 4500 Euro, die zum großen Teil von Sponsoren getragen werden.

Auf der Rückseite jedes Insektenhotels finden interessierte Bürger Informationen über Nahrungs- und Nistplatzansprüche der Wildbienen. Auch die Sozialstruktur wird erläutert. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Information und Aufklärung der Bevölkerung.

Die Insekten-Nisthilfen sind so aufgebaut, dass einzelne Module durch lokale Kindergärten selbst gestaltet werden können. Hierfür wurde ein pädagogisches Programm durch die ehrenamtlich tätige Erzieherin Doris Hornberger entwickelt. In Gesprächen mit den Kindern und auf spielerische Art soll so das Bewusstsein für unsere Umwelt geschärft sowie der Respekt vor den artspezifischen Verhaltensweisen, der Abbau unbegründeter Ängste und die Erkenntnis der Nützlichkeit der Insekten, gefördert werden.

Jedes Insektenhotel hat einen festen Paten aus dem Imkerverein. Für den Standort im Innenhof des Harburger Rathauses ist der zweite Vorstandsvorsitzende des Imkervereins Harburg-Wilhelmsburg, Peter Hornberger, Ansprechpartner.

Finanziell wurde dieses Projekt durch den Quartiersbeirat des RISE Fördergebiets Harburg Innenstadt/Eißendorf Ost, der Sparkasse Harburg-Buxtehude sowie über die Deutsche Bahn Engineering & Consulting GmbH in Verbindung mit Smart City der Deutschen Bahn unterstützt. Weitere Unterstützung leisteten außerdem die Deutsche Wildtierstiftung, die Revierförsterei Eißendorf, der Bauhof des Bezirksamts Harburg und das Lebenshilfswerk Mölln-Hagenow.  (cb)