Hausbruch - Der Aldi-Markt an der Cuxhavener Straße Ecke Waltershofer Straße wird aufgegeben. Vermutlich wird er im kommenden Jahr geschlossen.

Grundlage ist ein "Deal". Die Filiale an der Cuxhavener Straße soll dafür größer werden.

Der Plan ist nicht neu. Schon vor Jahren hatte sich die Entwicklung abgezeichnet. Die Filiale an der Cuxhavener Straße liegt hinter der ehemaligen Grundschule, ein historisches Reetdachhaus aus dem Jahr 1869. Die Stadt hatte es verfallen lassen.

Aldi sollte es restaurieren und es einer kulturellen Nutzung überlassen. Das Süderelbe-Archiv sollte einziehen. Dann hatte es 2016 in dem Gebäude gebrannt. Das hatte die Pläne über den Haufen geworfen. Mittlerweile soll der Plan weitgehend unter Dach und Fach sein.

Aldi dürfte der "Deal" gelegen kommen. Beide Filialen an der B73 entsprechen nicht mehr dem Standard des Discounters. Der setzt auf Märkte mit mindestens 1200 Quadratmetern Größe. So groß soll der zukünftige Markt an der Cuxhavener Straße werden.

Die Harburger AFD findet den Neubau gut, die Schließung in Hausbruch aber schlecht. „Wir finden es großartig, dass ALDI dieses schöne Haus wieder aufbauen und betreiben will“, sagt Matthias Arft von der Harburger Bezirksfraktion. „Wir können aber nicht verstehen, warum dafür die ALDI-Filiale in Hausbruch geschlossen werden muss. Wir wollen das mit unserer Anfrage klären.“

Hinter dem Unwillen zwei Filialen zu lassen, steht vermutlich das  „Nahversorgungskonzept 2018“. Das soll bewirken, dass sich keine zusätzlichen Discounter mehr an den Hauptverkehrsadern ansiedeln. Der Gedanke: Die Leute würden dann mehr in der Harburger Innenstadt, in Heimfeld rund um die Kirche oder dem Neugrabener Ortskern kaufen.

„Für viele Heimfelder ist der ALDI-Markt in der Cuxhavener Straße 66 die erste Wahl für ihren Einkauf“, glaubt Arft. „Mit der Schließung dieses Marktes würde diese Lücke größer werden.“ zv