Harburg - Die Katholische Schule Harburg bleibt erhalten. Sie wird aber ausschließlich als Grundschule weiter bestehen. Neuer

Standort wird der Neubau des Niels-Stensen-Gymnasiums sein, das an der alten Feuerwache an der Hastedtstraße steht. Das Gymnasium wird wegen der finanziellen schieflage des Erzbistums geschlossen. Neu für die zukünftige Grundschule sollen eine Mensa und eine Turnhalle gebaut werden. Das hat das Erzbistum entschieden.

Was das Erzbistum als Erfolg sieht, sieht die SPD als Misserfolg. „Dass wir da nicht in den Freudenjubel des Bistums einstimmen, ist wohl klar. Wir hatten im Bezirk Harburg ein Katholisches Schulsystem von der Vorschule bis zum Gymnasium. Das ist jetzt weg. Süderelbe ist eine weiße Landkarte, was katholische Schulen betrifft und in Harburg wird es eine einzelne katholische Grundschule ohne weiterführende Perspektive geben‘, sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD in der Bezirksversammlung, Claudia Loss. „Das, was jetzt als Erfolg verkauft werden soll, ist die Bankrotterklärung des Bistums für Harburg und Süderelbe. Wir haben lange noch gehofft, wenigstens ein Komplettsystem in Harburg zu erhalten, doch diese Hoffnung ist begraben.“

Für den Erhalt des Stadtteilschulzweiges in Harburg reicht nach den Worten des Erzbischofs das Geld nicht, das durch Großspender und durch die öffentliche Spendenkampagne eingesammelt werden konnte. Für Harburg kamen 2,9 Millionen Euro zusammen. Die öffentliche Spendenkampagne erbrachte hier 129.000 Euro. zv