Harburg - Mit seinem vierten Platz bei der diesjährigen "Tour De France" hat Emanuel Buchmann in Deutschland einen

echten Radsport-Hype ausgelöst. Das Thema Radsport ist bundesweit wieder angesagt.

Was heute nur noch wenige wissen: In den 50er bis 80er-Jahren war Harburg eine richtige Radsport Hochburg. Radrennen wie der Phoenix-Preis (Foto oben) lockten in den 50er Jahren mehrere 1000 Besucher an die Rennstrecke. Und auch in den 80er Jahren fanden noch mehrere Deutsche Meisterschaften in verschiedenen Disziplinen statt.

Mit Karl-Heinz Knabenreich hat Harburg einen Radsport-Experten, der sich über Jahrzehnte mit dem Radsport beschäftigt hat. Seit dieser Zeit verfolgt der 82-jährige nicht nur das Geschehen, er hat auch viele Meisterschaften und Radrennen selbst organisiert oder war als Streckensprecher im Einsatz. Zudem verfügt er über ein riesiges Foto-Archiv, das sich gut sortiert in mehreren Kartons befindet. Viele der Fotos wurden ihm aus dem Archiv von Jürgen Baranski, einem weiteren Harburger Radsport-Experten, für seine Dokumentation zur Verfügung gestellt.

Und dieser historische Schatz wird jetzt von der Geschichtswerkstatt Harburg gehoben: Am Freitag, 30. August, findet in der Geschichtswerkstatt der Klönschnack zum Thema Radsport in Harburg statt. Mit vielen historischen Fotos, die von Karl-Heinz Knabenreich sowie Klaus Barnick und Hannes Krause (kleines Foto rechts) von der Geschichtswerkstatt erläutert werden, wird ein Rückblick auf die Geschichte des Radsports in Harburg geworfen.

Und die Zusammenarbeit zwischen Harburgs Radsport-Eminenz und der Geschichtswerkstatt könnte noch weiter gehen: Damit ein Teil dieses Foto-Schatzes allen Interessierten zugänglich gemacht werden kann, ist es gut möglich, das die Geschichtswerkstatt eine Broschüre mit vielen Bildern über das Thema veröffentlicht. "Wir benötigen dafür allerdings etwas Zeit. So etwas geht natürlich nicht von heute auf morgen", sagt Klaus Barnick.

Der Radsport-Klönschnack findet am Freitag, 30. August, in der Geschichtswerkstatt im Kanalplatz 16 statt. Beginn ist im 16 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. (cb)

Auch die Aschenbahn-Rennen im Außenmühlenstation - hier ein Foto aus dem Jahr 1955- lockten Tausende Besucher an. Foto: Archiv Jürgen Baranski