Harburg - Der Kran steht still, kein Baulärm und weit und breit ist kein Arbeiter zu sehen. Die Saga-Baustelle an der

Knoopstraße gleicht seit mehreren Tagen fast einer Geister-Baustelle. Nur ganz wenige Menschen sind auf dem Areal zu sehen - von emsiger Bautätigkeit kann man derzeit nicht sprechen. Die Saga will auf dem Gelände ein Wohnhaus mit Gewerbeflächen und Tiefgarage errichten.

Auch mehreren Menschen, die oft in der Nähe zu tun haben, ist dieser Zustand bereits aufgefallen. "Seit vergangenen Montag tut sich hier nichts mehr. Es sieht fast so aus, als wenn ein Baustopp verhängt worden ist", lautet ihre Einschätzung.

Wir fragten bei der Saga nach, ob an den Vermutungen etwas dran ist: "Für das Bauvorhaben an der Knoopstraße besteht kein Baustopp. Derzeit laufen umfängliche Maßnahmen, um das Grundstück für den Hochbau der rund 94 öffentlich geförderten Wohnungen, vorzubereiten", sagte Saga-Pressesprecher Gunnar Gläser auf Anfrage von harburg-aktuell und fügt hinzu: "Das Bauen in hochverdichteten innerstädtischen Lagen, wie in der Knoopstraße, ist mitunter sehr komplex und anspruchsvoll."

Im nächsten Schritt erfolgt auf dem Baugrundstück eine Kampfmittelsondierung im Bereich des S-Bahn-Zugangs sowie unterhalb des Bestandsgebäudes. Gläser: "Hier waren aufgrund von vorhandenen und in Nutzung befindlichen Kabelsträngen von Telekommunikationsanbietern bislang keine Sondierungen möglich."

Im Bereich der Julius-Ludowieg-Straße wird derzeit die Verstärkung des Fundaments eines Bestandsgebäudes vorbereitet. "Hier soll in den kommenden Wochen das Fundament durch ein "Hochdruckinjektionsverfahren" verstärkt werden. Die vorbereitenden statischen Berechnungen dazu laufen bereits", erklärt Gläser.  (cb)