Harburg - Das 491. Harburger Vogelschießen kann beginnen: Mit dem Aufstecken des Eisernen Vogels am Pfingst-

Montagabend vor dem Gildehaus auf dem Schwarzenberg beginnt in Harburg traditionell die "Fünfte Jahreszeit". Und die fällt in diesem Jahr recht kurz aus. Das Vogelschießen findet vom Donnerstag 13. bis zum Sonntag 16. Juni statt.

Nach mehreren Jahren auf dem Rathausplatz kehrt die Gilde in diesem Jahr zu ihren Wurzeln zurück: Festzelt und Festplatz werden auf dem Schwarzenberg aufgebaut. Der Grund: Weil der Sand derzeit umgebaut wird, findet der Wochenmarkt derzeit vor dem Rathaus statt. Allerdings soll der Umzug auf dem Schwarzenberg eine Ausnahme bleiben. Der Festplatz mit Kinderkarussell, Fischbrötchen-Stand, Wurstbude, Waffelbäcker, Schießbude und Bierstand öffnet ab Donnerstag täglich um 15 Uhr seine Pforten für die Besucher.

In diesem Jahr werden die Schützen von Sven Kleinschmidt kommandiert. Der wird als Kapitän auf den Posten des Kommandeurs nachrücken. Gildemajestät Jörg Geffke, der normalerweise Kommandeur ist, übertrug die Aufgaben am Montag an Sven Kleinschmidt, bevor der Kranz am Denkmal am Kaiserbrunnen niedergelegt und der Vogel (kleine Fotos) aufgesteckt wurde.
 
Erster Höhepunkt ist das traditionelle Spargelessen mit rund 500 Gästen im Festzelt sein. Zum ersten Mal wird Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher die Festrede halten. Nach dem empfang der Ehrengäste im Harburger Rathaus wird der Ummarsch durch Harburg stattfinden. Der Umzug beginnt um 11 Uhr vor dem Rathaus. Quer durch die Innenstadt zieht der Tross aus Schützen, Gästen, Spielmannszügen, Fahnenträgern und Prunkwagen, bevor er auf die Schwarzenbergstraße in Richtung Festzelt einbiegt.

Fackelschein und Nationalhymne gibt es am Freitagabend vor dem Harburger Rathaus: Um 20 Uhr findet zu Ehren der scheidenden Majestät, Jörg Geffke, der Große Zapfenstreich statt. Wer sein Nachfolger wird, entscheidet sich am Sonnabend durch das Schießen der Königsanwärter auf den Holzvogel der Gilde. Der neue Regent der Schützengilde wird um 19.30 Uhr am Kaiserbrunnen proklamiert.  (cb)

Die Rede bei der Kranzniederlegung wurde von Rainer Harms gehalten. Foto: Christian Bittcher